35.000,- Euro für die Betreuung von Schwerkranken

Getrud Ridinger, eine geborene Pahle und heute mit 89 Jahren in Dossenheim wohnhaft, entschloss sich nach dem Tod ihres Ehemannes und ihres Sohnes dem Odenwald Hospiz in Walldürn die stattliche Spendensumme von 35 000 Euro zukommen zu lassen. Zuvor hatte sie ihren in Walldürn lebenden Bruder mit dem Verkauf sämtlicher im Grundbuchamt in Walldürn eingetragenen und in ihrem Eigentum stehende Grundstück beauftragt, was von diesem zwischenzeitlich erfolgreich getätigt wurde. Zugleich hatte sie ihn ermächtigt, den Erlös aus diesen Verkäufen nach freiem Ermessen sozial-caritativen Einrichtungen in Walldürn und der näheren Umgebung zugute kommen zu lassen.

Geld für mehrere Institutionen

Dieser entschloss sich nun, diesen Spendenbetrag über 35 000 Euro dem Odenwald Hospiz in Walldürn zugute kommen zu lassen. Weiter eine Geldspende von 15 000 Euro der "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) Paldomo" in Buchen, und schließlich auch noch einen weiteren stattlichen Spendenbetrag dem Krankenhaus in Hridangerardheim.

Zur Spendenübergabe von Gertrud Ridanger fand sich Geschäftsführer Thomas Oberst bei dem Ehepaar Anna und Wendelin Pahle in Walldürn ein, um dort aus den Händen von Wendelin Pahle den Spendenscheck im Namen und im Auftrag seiner Schwester Gertrud Ridanger entgegen zu nehmen.

Mit Würde begleiten

Nach Dankesworten im Namen der Gesellschafter und der Geschäftsleitung des Odenwald-Hospiz Walldürn versicherte er, dass das Hospiz diese großartige Spende dafür verwenden wird, die letzten Tage von Schwerkranken mit Liebe zu gestalten und mit Würde zu begleiten.

Das Odenwald Hospiz begleitet seit Oktober 2014 Sterbende und ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase. Eine liebevolle Pflege mit vielen Gesprächen und der Erfüllung individueller Wünsche zeichne diese Einrichtung aus. Sie biete sterbenden Menschen und ihren Angehörigen ein ganzheitliches Konzept der Unterstützung und der Begleitung, und dazu zähle ferner auch eine intensive pflegerische und therapeutische Betreuung, und Ebenso ein von Verständnis und Respekt geprägter Umgang mit der speziellen Situation und den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen.

Gegründet worden sei das Odenwald-Hospiz im Zuge einer von privatem Engagement getragenen Initiative. Gerade im ländlichen Raum könnten viele Familien Sterbende nicht mehr angemessen betreuen und begleiten, und von Walldürn liege das nächste Hospiz um die 60 Kilometer entfernt. Das Odenwald-Hospiz biete Sterbenden und Schwerkranken einen Raum der Fürsorge und der Geborgenheit, und ebenso eine Begegnungsstätte mit ihrer Familie und Angehörigen. Im Vordergrund stehe die medizinische und pflegerische Betreuung von 10 Patienten. Die Aufnahme sei unabhängig von Alter, Konfession oder Erkrankung.

Als kleinen Dank für die vielen Bemühungen in Verbindung mit dem Zustandekommen dieser großzügigen Spende in den letzten Wochen und Monaten überreichte Oberst dem Ehepaar Pahle ein Präsent, verbunden mit einem Dank an die großherzige Spenderin Gertrud Ridanger. ds

© Fränkische Nachrichten, August 2016 | Mit freundlicher Genehmigung