Aktuell

Lebensqualität im Hospiz – drei Angebote

Maltherapie
Seit einigen Monaten kommt zu dem, der dies möchte, eine Maltherapeutin,(eine studierte Diplom-Sozialpädagogin) die mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie unseren Gästen wundervolle Möglichkeiten aufzeigt, wie man aus dem Umgang mit Farbe und Pinsel viel Trost und Freude schöpfen kann.

Maltherapie ist ein kreativer Prozess, in dem sich eigene Erfahrungen durch spontanen Umgang mit Farben und Formen erweitern lassen.
Innere Ressourcen werden entdeckt, wodurch sich neue gedankliche Ansätze für das eigene Leben herausbilden können.
Das Bedeutendste hierbei ist, dass Gefühle ohne Worte ausgedrückt werden, also nonverbal, und zwar durch selbst erschaffene Bilder oder Arbeiten.

Gerade wenn der Patient von seinen Gefühlen und Gedanken regelrecht überrollt wird, ist die Maltherapie sehr hilfreich, um ihn Ruhe und Konzentration finden zu lassen. Mit Hilfe der Maltherapie und unter Einsatz praktischer Mittel (z.B. Tonen, Zeichnen etc.) kann erlernt werden, die eigene Welt (wieder) besser wahrzunehmen. Erlebnisse, Phantasien oder Zustände werden während des kreativen Tuns in eine äußere – offensichtliche – Realität umgewandelt. Diese sichtbare Realität ist für Menschen zumeist leichter begreifbar und nachvollziehbarer.

 

Klangtherapie
Der Einsatz von Klangschalen fördert eine intensive ganzheitliche Wahrnehmung. Körper, Geist und Seele, alle Sinneskanäle werden angesprochen.

Beim sanften anspielen der Klangschalen werden die Schwingungen auf den Körper übertragen. Ähnlich den konzentrischen Wellen die sich über den ganzen Teich ausbreiten wenn ein Stein ins Wasser fällt breiten sich die Schwingungen immer weiter in unserem Körper aus. Die Zellwand jeder einzelnen Körperzelle wird durch die in Schwingung versetzte  Zellflüssigkeit stimuliert. Dadurch wird der Körper quasi von innen durch sich selbst massiert. Diese Art der sanften Massage fördert die Entspannung und hilft dem  Körper in seine natürliche und ursprüngliche Ordnung  zu finden. Körper Geist und Seele werden eingeladen in Harmonie und Einklang kommen.

Im Hören ist eine besondere Empfänglichkeit in uns Menschen angelegt. Das Hören ist der erste voll entwickelte Sinn beim Ungeborenen (das Ohr ist in der 18. Schwangerschaftswoche schon voll entwickelt) und beim Sterbenden ist es das Hören, das bis zuletzt aufrechterhalten bleibt. Musik und heilsame Klänge können uns auf körperlicher, geistiger und spiritueller Ebene gleichzeitig berühren und unser Wesen erreichen.

Ein wesentlicher Charakter der Klangschalen besteht darin, dass ihr Klang dem ähnlich ist, was wir schon als Ungeborene hörten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Klänge helfen uns wieder in diesen Urzustand zu versenken, so nah an unser Urvertrauen zu kommen.“

 

„Wünschewagens“, ein Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes in Mannheim.
Ein Gast wurde – ganz kostenlos – mit einem Krankenwagen, besetzt mit Fahrer und Sanitäter, hier abgeholt und nach Bad Mergentheim (und zurück) gefahren, wo er sein Haus noch einmal sehen durfte.
Hinter dieser  Wünschewagen-Idee steckt die Überlegung, dass, wenn das Leben sich dem EndeWuenschewagen1 zuneigt, oftmals unerfüllte Träume in den Vordergrund treten.

Doch gerade schwerstkranke Menschen sind häufig nicht mehr in der Lage, sich auf den Weg zu machen, um Versäumtes nachzuholen, noch einmal wichtige Menschen wiederzusehen und das Leben in Ruhe hinter sich zu lassen.

Genau hier setzt der Wünschewagen an: Mit der langjährigen Expertise und auf Initiative des Arbeiter-Samariter-Bundes wurde ein überregionales Projekt ins Leben gerufen, das es schwerstkranken Menschen jeden Alters ermöglicht, letzte Wunschfahrten an ein Ziel ihrer Wahl zu erleben.