Autor Archiv: mst

Die Berichte und Teilneuwahlen prägten die Mitgliederversammlung des Fördervereins Odenwald Hospiz im Hotel-Landgasthof „Zum Riesen“.

Der Vorsitzende Helmut Greulich sagte, dass sich seit der letzten Mitgliederversammlung die Anzahl der Mitglieder und Paten um 15 erhöht hat und der Förderverein derzeit 177 Mitglieder hat. Von diesen Mitgliedern haben 24 eine Patenschaft mit einem Jahresbeitrag von mindestens 300 Euro pro Jahr übernommen.

Kritisch wurde von Greulich angemerkt, dass nach der Konsolidierungsphase des Odenwald Hospiz 2016 durch die Entwicklungen im vergangenen Jahr der Förderverein der Odenwald Hospiz gGmbH mehr Geld überweisen musste als je zuvor, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das komme daher, dass nach der Trennung vom damaligen Geschäftsführer viele Bedienstete krank geworden seien – mit der Folge, dass die Belegzahlen hätten heruntergefahren werden müssen. Nicht wenige Bedienstete hätten nach längerer Krankheit gekündigt, und außerdem hätten Resturlaubstage und geleistete Überstunden ausbezahlt werden müssen. Kurz, der finanzielle Personalaufwand sei sehr hoch gewesen, bei gleichzeitig niedrigeren Einnahmen von den Krankenkassen. Inzwischen dürfte diese schwierige Phase jedoch weitgehend überwunden sein, und man schaue voller Zuversicht in die Zukunft.

In den zurückliegenden zwölf Monaten seien zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt worden, um den Hospizgedanken und speziell das Odenwald Hospiz in Walldürn in der Region weiter bekannt zu machen. Erwähnt wurden unter anderem der Besuch der Sängerin Liane. Bei diesem Besuch sei auch die Idee zu einer Benefizgala-Veranstaltung am 12. August beim Golfclub Glashofen-Neusaß entstanden. Die im Jahr 2015 aus der von den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und Alois Gerig initiierten Aktion „Spenden sie ihre DM“ ins Leben gerufenen Sparschweine hätten nach dieser Sparkassenaktion noch nicht ausgedient und stünden noch in vielen Geschäften in Walldürn und außerhalb, wo sie von der Bevölkerung „gut gefüttert“ würden und im Laufe des Jahres 2017 einen Spendenerlös in Höhe von 1800 Euro erbracht hätten.

Auch der Beitrag, den die Mitglieder und Paten des Fördervereins im Geschäftsjahr 2017 zum Betrieb des Hospizes geleistet hätten, könne sich durchaus sehen lassen: Es seien 25 327 Euro an Mitgliedsbeiträgen gewesen, ohne die Spenden, die so manche Mitglieder noch zusätzlich geleistet hätten. Auch die in finanziellen Zuwendungen an das Hospiz direkt ausgedrückte Dankbarkeit der Hospizgäste und ihrer Angehörigen summiere sich auf über 28 000 Euro. Greulich dankte allen, die sich für das Odenwald Hospiz engagiert haben.

Schatzmeisterin Rosemarie Breunig erstattete den erfreulichen Kassenbericht, die beiden Kassenrevisoren Stephan Kobold und Jürgen Kugler bestätigten der Kassenwartin eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung der Schatzmeisterin sowie des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Vor den Teilneuwahlen dankte Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian, der als Wahlleiter fungierte, dem Vorsitzenden für sein vorbildliches und unermüdliches Engagement. Bei den Teilwahlen wurden Heinrich Hennig als 2. Vorsitzender und Achim Ullrich als Schriftführer für weitere zwei Jahre jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch den Vorsitzenden Helmut Greulich, Schatzmeisterin Rosemarie Breunig sowie die beiden neu gewählten Kassenrevisoren Achim Günther und Bernhard Schirmer.

Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian bezeichnete das Odenwald Hospiz als eine segensreiche Einrichtung, in der das Personal eine hervorragende Arbeit leiste, das es den Gästen ermögliche, ihren letzten Lebensabschnitt in Würde zu verbringen. Aber nicht nur den Gästen, sondern auch ihren Angehörigen biete das Hospiz die Möglichkeit, sich einmal in der Pflege zurücknehmen zu können, weil das Pflegepersonal rund um die Uhr kompetent für ihre zu pflegenden Angehörigen da sei. Was immer noch zu wenig bekannt sei, sei die Tatsache, dass der Aufenthalt für die Gäste und deren Angehörige kostenfrei sei. Die Kosten für Gäste würden zu 95 Prozent die Krankenkassen übernehmen, und die restlichen fünf Prozent würden vom Hospiz aufgebracht werden, wobei hierbei der Förderverein eine wichtige Rolle spiele.

In einem Grußwort skizzierte die Geschäftsführerin des Odenwald Hospiz, Christine Lehner, die aktuelle Lage und Situation, die Belegzahlen und den Personalstand des Hospizes.

© Fränkische Nachrichten, 26. März 2018

Bei der Mitgliederversammlung des MSC Walldürn wurde eine Spende über 1000 Euro an den Förderverein des Odenwald Hospizes überreicht. (Bild: Bernd Stieglmeier)

Die Mitgliederversammlung 2018 sei ein willkommener Anlass, einmal etwas Gutes zu tun und Dank zu sagen an all diejenigen, die den MSC 2017 beim 2. Oldtimertreffen des Vereins tatkräftig unterstützt hätten.

Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung habe man so viel positive Resonanz erhalten, dass man sich nun entschlossen habe, diese sehr positive Erfahrung und dieses gute Gefühl nun weiter zu geben und weiter zu schenken. Schenken an Menschen, die ihre noch sehr begrenzte Zeit auf dieser Erde im Odenwald Hospiz in Walldürn verbringen dürften. Fürsorge und Hilfe wunderbarer Menschen würden die Bewohner des Odenwald Hospiz auf ihrem Weg begleiten. Dem MSC Walldürn sei es ein Bedürfnis, diesen Menschen zu helfen. Aus diesem Grunde überreiche sie zusammen mit Rudolf Brandl den Vertretern des Fördervereins den Erlös aus dem 2. Oldtimertreffen des MSC sowie wie aus einer privaten Aktion während dieses Treffens in der Person von Klaus Schnepf und aufgerundet durch eine weitere Spende aus der Vereinskasse des MSC Walldürn, alles in allem eine Summe von 1000 Euro.

 „Sterben, Tod und Abschied gehören genauso zum Leben wie die Geburt eines Menschen. Daher sind Einrichtungen wie das Odenwald-Hospiz wahre Leuchttürme unserer Region“, so der Wahlkreisabgeordnete Alois Gerig anlässlich seines Besuchs im Walldürner Odenwald-Hospiz.

Bei einem Rundgang mit der Hausleitung erfuhr der Abgeordnete wie menschliche Zuwendung und pflegerische Professionalität in einer hervorragenden Weise ineinander greifen. Durch ein Team aus qualifizierten Pflege- und Hauswirtschaftskräften, Seelsorgern, Hausärzten, ausgebildeten Palliativmedizinern und unzähligen ehrenamtlichen Hospizbegleitern könne den Gästen ein würdevolles Dasein in ihrem letzten Lebensabschnitt ermöglicht werden.

An einem Ort wie dem Odenwald-Hospiz, betonte Geschäftsführerin Christine Lehner, sei man Tag für Tag mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Umso wichtiger sei es daher, Angebote für die Betroffenen und ihre Angehörigen in dieser schweren Lebensphase zu schaffen.
Dass dies im Walldürner Hospiz gelinge, war sich Alois Gerig im anschließenden Gespräch mit den Mitarbeitern des Hauses und den Ver-antwortlichen des Fördervereins überzeugt.

„Ich bin beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement und dankbar für die segensreiche Arbeit, die Sie hier Tag für Tag an Ihren Nächsten tun“, so Alois Gerig resümierend.

© Fränkische Nachrichten, 14 Februar 2018

Zu der Spendenübergabe hatten sich  Wolfram Fitz und Thomas Nitschmann, Geschäftsführer des Möbelhauses, Hebert Kilian, Vorsitzender des Hospizvereins, Helmut Greulich, Vorsitzender des Hospiz Fördervereins, Gesellschafterin Christa Weiß, die Pflegedienstleiterin Magdalena Baier und die Hospiz-Geschäftsführerin Christine Lehner im Möbelhaus versammelt.

Geld für das Odenwald Hospiz. Bei Wohnfitz wurden gestern ein Scheck über 3500 Euro von Wolfram Fitz und Thomas Nitschmann an Vertreter des Hospizes übergeben. (Bild: Ralf Marker)

Nitschmann und Fitz stellten die in 2017 gestartete „wohnfit-gesund leben-Initiative“ vor, aus der die Spendensumme resultiert. Die Kunden würden immer mehr Wert auf Ergonomie und gesunde Wohnprodukte legen. Aus dieser Nachfrage sei das Angebot entstanden, in den vier Bereichen Kochen, Schlafen, Wohnen und Arbeiten. Möbelkauf werde oft nur auf den Preis reduziert wird und die Qualität, der Nutzen und das Design der Möbel erfahre viel zu wenig Beachtung. Dazu komme noch der gesundheitliche Ansatz, den es beim Küchen-und Möbelkauf zu beachten gibt, und der bei Wohnfitz in den Beratungsgesprächen noch stärker Berücksichtigung finde. In einer Gemeinschaftsaktion mit Netzwerkpartnern hatte das Möbelhaus über das gesamte Verkaufsjahr 2017 aus allen verkauften „wohnfit“-Produkten Geldbeträge gesammelt. 342 Aufträge waren es 2017. Und diese Produktpalette soll ausgebaut werden, sagte Fitz.

Bei der Aktion kam der stattliche Betrag von 3500 Euro zusammen. „Diesen Betrag möchten wir dem Odenwald-Hospiz in Walldürn spenden. Diese Einrichtung liegt uns sehr am Herzen“, sagte Nitschmann.

Die Vertreter des Hospizes stellten das Wirken in der Einrichtung vor, in der den Gästen der letzte Abschnitt ihres Lebens so angenehm wie möglich gestaltet werden soll. Sie dankten für die Spende und betonten, dass Wohnfitz das Walldürner Odenwald Hospiz von Beginn an unterstützt.

© Fränkische Nachrichten, 13. Januar 2018

Für die Anschaffung neuer Palliativ-Matratzen spendete die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel 500 Euro. (Bild: Bernd Stieglmeier)

Dr. Dorothee Schlegel spendet Erlös aus der Auflösung ihres Abgeordnetenbüros

Ihre enge Verbundenheit mit dem Odenwald Hospiz dokumentierte die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel (SPD), als sie diese Einrichtung am Freitag besuchte. Im Beisein von Geschäftsführerin Christine Lehner, der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Birgit Schmidt, des Vorsitzenden des Odenwald Hospiz, Herbert Kilian, des Vorsitzenden des Fördervereins des Odenwald Hospiz, Helmut Greulich, sowie Gesellschafterin Christa Weiß übergabe sie eine Spende in Höhe von 500 Euro für die Anschaffung neuer Palliativ-Matratzen. Das Geld erlöste die ehemalige Bundestagsabgeordnete durch die Auflösung ihres Büros.

© Fränkische Nachrichten, 30. November 2017

Am 08.12. war es an der Zeit einmal DANKE zu sagen!

Im Rahmen unserer Weihnachtsfeier in der Beuchertsmühle traf sich das gesamte Team um gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Wir sagen Danke an ein tolles Team aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern, Seelsorgern und Therapeuten. Danke dafür, dass Ihr den Dienst an schwersterkrankten und sterbenden Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Nur gemeinsam schaffen wir es, dass unser Haus auch weiterhin ein Ort der Geborgenheit und Ruhe ist.

Stefan Müller-Ruppert und sein Sohn Bastian Ruppert trugen beim Abend für das Odenwald Hospiz im Rathaussaal Collagen, Gedichte, Erzählungen und Lieder zum Thema Geburt, Leben und Sterben vor. (Bild: Antje Bauer)

 Nur eine Stimme und ein Instrument, aber was für ein wunderbarer Abend! Und was heißt da – nur eine Stimme – wer Stefan Müller-Ruppert kennt, der kennt auch die reiche Modulationsfähigkeit seiner Sprache. Er flüstert, sprudelt, spricht gesetzt, plaudert in leichtem Ton, vermag Emotionen und Atmosphäre Ausdruck zu verleihen und versteht es einfach, sein Publikum in die jeweilige Stimmung der Gedichte, Geschichten und Parabeln eintauchen zu lassen.
Und er singt. Ein warmer Bass, den er je nach Thematik zu gestalten weiß, innig verhalten etwa beim „Tod eines Mädchens“ von Franz Schubert, voll Wiener Charme beim „Alleweil fidel“ oder wie ein Madrigal bei Carl Michael Bellmans „Trink aus dein Glas, der Tod steht auf der Schwelle“. Begleitet wurde er dabei jeweils von seinem Sohn Bastian Ruppert auf der Gitarre, einem Profi auf seinem Instrument.

„Ich wurde sehr nachdenklich bei der Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, ein Programm für die Arbeit eines Hospizes zusammenstellen zu könne“ gestand Müller-Ruppert zu Beginn des Abends, den der Förderverein Odenwald Hospiz in Walldürn in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Rotary-Club veranstaltete. „Drei Bedingungen habe ich da gestellt“, so der Künstler weiter, „das waren drei Tage Bedenkzeit, die Bedingungen und die Inhalte“.
So entstand schließlich das Programm „Es ist ein Kommen und Gehen“, mit Collagen, Gedichten und gesungenen Beiträgen zu Geburt, Leben und Sterben mit auch mal gemäßigt heiterer Deftigkeit. Und heiter hatte dieser Abend auch gleich begonnen mit Karl Obermayrs leicht polternde Weigerung, überhaupt jemals sterben zu wollen. Geschichten zum Schmunzeln, Nachdenkliches, Zartes und Wunderbares gab es dann noch weiter zu hören.
Zärtlich das Gespräch mit dem kleinen Wesen, das „nahe unter Mutters Herz“ noch im Werden ist, von ganz anderer Qualität das Zwiegespräch der Zwillinge im Bauch der Mutter, wo Paul penetrant dagegen mosert, dass es – wie sich sein Bruder gewiss ist – ein Leben nach der Geburt gibt.
Dann erlebt man schon den „kleinen Fratz auf dem Kinderrad“, von dem man nicht so recht wusste, was aus ihm werden sollte oder Harald Hursts „Hampelmann“, nicht geplant, aber geglückt, der die Verwandtschaft und ihr Getue über sich ergehen lassen muss. Und genauso behutsam, wie man ein Kind behandeln soll, genauso behutsam interpretierte der Rezitator das bekannte „Sind so kleine Hände“ von Bettina Wegner.

Auch mitten im Leben, in seinen besten Jahren, kommt man nicht ganz am Gedanken an den Tod vorbei. So gibt es eine Anekdote von Peter Alexander, dem bei seinem Besuch auf dem Friedhof ein Grab angeboten wurde. „Rechts der berühmte Herr X, links der berühmte Herr Y und für Sie in der Mitte der herrliche Blick auf die Weinberge“.
Wie man dem Thema der eigenen Endlichkeit auch mit einem Lächeln begegnen kann, dazu ließ Müller-Ruppert Bob Dylan zu Wort kommen mit seinem „Du kannscht nix mitnähme“, dem die Übertragung ins heimische Idiom noch einen besonderen Reiz verlieh. Oder bei seiner Aufzählung, auf welche Art und Weise die einzelnen Berufsgruppen standesgemäß sterben – so segnet der Pfarrer das Zeitliche, der Optiker schließt für immer die Augen oder der Anwalt steht vor seinem Richter.
Drei Balladen von Reinhard Mey lieh der Sänger dann seine Stimme und man meinte fast, den Liedermacher selbst zu hören bei etwa der Geschichte von den Kinderhosen oder wie „grauer Regen fiel“.
Zwei wunderbare Geschichten von Franz Hohler – den zwei Büschen, die sich im Alter gegenseitig stützen und der Traumbrücke, die „repariert“, der alten Frau das Sterben erleichtert.

„Heute Abend geht es ja, wie Sie wissen, um das Odenwald Hospiz in Walldürn“, erklärte der Künstler. „So möchte ich einen Brief vorlesen von einer Frau, die ihre Mutter dort begleitet hat“. Es sei kein leichter Weg gewesen, so die Tochter, aber man habe ihn nicht schöner erleben können. Unheilbar krank sei die Mutter gewesen, die aber nicht im Krankenhaus hatte sterben wollen. „Es war ein großes Glück, dass wir einen Platz im Walldürner Hospiz bekamen“, so die Tochter. Die Atmosphäre sei angenehm, wohltuend, die Bewohner dort seien „Gäste“, keine Patienten. So werde auf vielfältige Weise auf die Wünsche der Gäste eingegangen, weil man ihnen die letzte Phase des Lebens so angenehm wie möglich gestalten wolle.
Verwundert waren die Angehörigen zunächst, weil ihre Mutter immer wieder erklärte, dass sie heim wolle – auch den Tag nannte sie. Und an diesem Tag starb sie auch, ruhig und friedlich und liebevoll begleitet. Da wurde der Familie klar, dass mit dem „Heim wollen“ der Mutter, die Ewigkeit gemeint war.
Noch so mancher Beitrag der beiden Vortragenden folgte nach diesem Brief, Gedanken etwa von Dichtern verschiedener Epochen zum Thema Alter und Gehen, wie „Der alte Mann am Fenster“ von „PUR“ oder ein Spruch aus Afrika, der die selig preist, die Verständnis für all die Gebrechen des Alters zeigen.

Helmut Greulich, der Vorsitzende des Fördervereins, dankte am Ende dieses eindrucksvollen Abends zunächst einmal den beiden Künstlern. „An dem reichen Beifall habt ihr gemerkt, wie sehr eure Darbietung das Publikum beeindruckt hat.“. Ihnen sei es gelungen, was sie sich bei der Konzeption ihres Programms vorgenommen hatten; nämlich dazu beizutragen, die eigenartige Scheu und die seltsamen Berührungsängste, die viele mit dem Thema Tod und Sterben haben, abzubauen.
Sein Dank galt aber auch der Stadt Tauberbischofsheim, die den Rathaussaal zur Verfügung gestellt hatte, Johannes Benz, der den Vorverkauf übernommen hatte, und den Organisatoren des Abends.

Sinn dieses Abends sei auch gewesen, so Helmut Greulich weiter, das Hospiz in Walldürn hier in Tauberbischofsheim bekannt zu machen.
Seit rund drei Jahren besteht die Einrichtung nun, etwa 250 Gäste habe man auf ihrem letzten Weg begleiteten können, und dabei auch den Angehörigen und Freunden Trost und Hilfe geben können. Der Förderverein unterstützt das Walldürner Hospiz finanziell und ist dankbar für jede Spende. Denn mindestens fünf Prozent der Betriebskosten müsse das Hospiz selbst aufbringen, ist also auf Spenden angewiesen

© Fränkische Nachrichten, 30. November 2017

Bereits zum dritten Mal war der Förderverein Odenwald Hospiz e.V. beim jährlichen Wendelinusmarkt in Hardheim mit einem Flohmarktstand vertreten.

Wie in den vergangenen Jahren fand die Aktion in sehr schöner Umgebung, nämlich im Eingangsbereich des Schlossgartens /Alpengartens statt. Der Platz

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Das Foto zeigt den größten Teil der Helfer bei dieser Aktion.

unter den beiden großen Pavillons reichte nicht aus, um alle Waren zu präsentieren: alle Arten und Geschmacksrichtungen von Geschirr, Sammeltassen, Kaffeeservice, Schüsseln, Gläser, Vasen, Bestecke, Haushaltswaren aber auch Elektroartikel,  Bilderrahmen, Bilder, gestickte Tischdecken und vieles mehr -- sogar mehrere Parkbänke waren damit belegt.
Bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen kamen viele oft mehr am Schauen als am Kaufen interessierte Festbesucher vorbei. So hielt sich der Erlös dieser Aktion –immerhin ca. 400 Euro -  in Grenzen, aber dafür gab es doch immer wieder interessante Gespräche über die Hospizidee  im allgemeinen und das Odenwald Hospiz im besonderen und die Helfer konnten den Stand am Abend mit einem zufriedenen Gefühl abbauen.

Liane (zweite von rechts) ist die neue Botschafterin für das Odenwald Hospiz. (Bild: Adrian Brosch)

Dass die Walldürner Schlagersängerin Liane („Du wusstest, dass ich frei sein will“) trotz anhaltenden Erfolgen ein großes Herz für ihre Heimat sowie kranke und schwache Menschen hat, beweist ihr eindrückliches Engagement als Botschafterin des „Odenwald-Hospizes“. Am Freitag besuchte sie jene vor nunmehr drei Jahren eingeweihte Einrichtung, um sich über die Angebote für Sterbenskranke und deren Angehörige zu informieren.

Begrüßt wurde Liane durch Fördervereins-Vorsitzenden Helmut Greulich nebst Stellvertreter Heinrich Hennig, Geschäftsführerin Christine Lehner, Gesellschafterin Christa Weiß sowie Herbert Kilian als Vorsitzendem des Odenwald-Hospizvereins. Sogleich lud Christine Lehner zum Rundgang ein, der zunächst in den mit einer Skulptur des Altheimer Künstlerehepaars Rolf Hamleh und Ramona Müller-Hamleh ausgestatteten „Raum der Stille“ führte. „Hier haben Angehörige von Bewohnern die Möglichkeit, in aller Ruhe etwas zu lesen oder auch nur ganz allein zu sein, sollten sie das wünschen“, erklärte die Geschäftsführerin. Ebenso können sie ihre Sorgen in Bücher eintragen: „Auch das allein kann schon befreiend wirken“, schilderte die ehrenamtlich engagierte Christa Greulich und zeigte Liane die insgesamt fünf Gedenkbücher der im Hospiz Verstorbenen. In diese werden auch Postkarten eingeklebt, auf deren besondere Bewandtnis Helmut Greulich zu sprechen kam: „Jeder Gast sucht sich bei der Ankunft eine zu ihm passende Postkarte aus unserem Fundus aus, die an seiner Zimmertür befestigt wird und später im Erinnerungsbuch an ihn erinnert“, betonte er.

Eine ähnliche Bedeutung besitzt die „Blume der Erinnerung“: Jeder Gast erhält eine handgefertigte Blume aus Ton, die ihn auf seinem Weg innerhalb des Hospizes begleitet und nach der Gedenkfeier entweder Verwandten gegeben oder im Garten deponiert wird. „Wir legen Wert auf solche Rituale, auch weil wir nicht jede Beerdigung besuchen können“, informierte Helmut Greulich.

Christine Lehner stellte in diesem Zusammenhang klar, dass „auch an unserem Personal die Schicksale und Lebenslinien nicht spurlos vorüberziehen“ und man sich „kaum etwas Schlimmeres vorstellen kann als den Moment, in dem sich ein Kind von seiner dem Tod geweihten Mutter verabschieden muss“.

Herbert Kilian führte an, dass das Odenwald-Hospiz die einzige derartige Einrichtung sowohl im Neckar-Odenwald-Kreis als auch im Main-Tauber-Kreis sei und einen Einzugsbereich bis ins fränkische Bayern habe. Nach inzwischen drei Jahren könne man es als etabliert bezeichnen: „Mein anfängliche Vermutung, die Walldürner könnten Vorbehalte gegenüber des Hospizes oder emotionale Hemmungen haben, bestätigte sich glücklicherweise nicht“, ließ er wissen und sprach „von bisher keiner einzigen negativen Stimme“. Dafür sprechen auch zahlreiche Dankesbriefe, die immer wieder eintreffen: „Es kommt häufig vor, dass Angehörige von in unserem Haus verstorbenen Menschen uns hinterher entweder einen ergreifenden Brief schreiben oder sich persönlich bedanken“, erklärte Christa Weiß und zeigte einige Schreiben aus dem Archiv.

Gast ein Ständchen gebracht
Im „Wohnzimmer“ wurde Liane von einigen Gästen bereits erwartet und konnte sogar ihre stimmlichen Qualitäten unter Beweis stellen: Einem Gast sang sie ein Geburtstagsständchen, als sie von dessen Ehrentag erfuhr. Anschließend bezeichnete Christine Lehner den geschmackvoll möblierten Raum als „Dreh- und Angelpunkt des Hauses, in dem auch immer wieder freundschaftliche Kontakte zwischen den Bewohnern entstehen“. Bücher und CDs für jeden Geschmack, die stets zugängliche Küche, ein Kaminofen und eine Freiterrasse schaffen gern genutzte Freiräume und ein beinahe familiäres Ambiente; gelegentlich unterhält Marcel Ditrich die Gäste am Digitalpiano.

Für die Besucher der Hospizgäste steht zusätzlich ein separates Zimmer zur Verfügung, sofern sie nicht auf einem der insgesamt zehn Pflegezimmern übernachten: „Ein Angehöriger kann jedoch auch immer direkt im Pflegezimmer nächtigen, sollte er dies wünschen“, zeigte Herbert Kilian auf.

„Es ist wichtig, eine so segensreiche Einrichtung nach außen zu tragen“, erklärte Liane beim abschließenden Gespräch am Kaffeetisch. Als gelernte Arzthelferin sei sie selbst „ausgesprochen bewegt“ über das im Hospiz Geleistete: „Ich habe etwa in Kliniken und Arztpraxen schon Einiges erlebt und weiß, dass fürsorgliche Menschen an der Seite eines Patienten in Zeiten von Krankheit und Siechtum von unschätzbarem Wert sind“. Zudem wisse man nie, wie einem das Schicksal selbst die Weichen stellt: „Theoretisch könnte jeder von uns das Hospiz einmal benötigen“, bemerkte die Sängerin abschließend.

© Fränkische Nachrichten, 13. September 2017

Unserer Einladung gefolgt waren am Freitag, 28. Juli 2017 wieder die engsten Angehörigen unserer Gäste, welche in den letzten Monaten in unserem Haus begleitet wurden. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern wurde ihrer in der ehemaligen Kapelle Maria Rast noch einmal gedacht.1

Marcel Ditrich umrahmte unsere Feier wieder musikalisch. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Nach der Begrüßung durch Geschäftsführerin Christine Lehner, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die liebevolle Versorgung der Gäste, aber auch die schöne Gestaltung der Gedenkfeier, erläuterte Conny Benig den weiteren Verlauf der Feierlichkeit. Hierbei machte sie deutlich, dass diese Feier nicht nur für Angehörige, sondern auch für uns zu einem wichtigen und wertvollen Ritual geworden ist. 

Ein Musikstück leitete über zum „Märchen vom Gingkoblatt“ vorgetragen von Erna Müller. Hoffnungsvoll erzählt uns die Geschichte, dass der Tod nicht das Ende allen Lebens ist und wie eng das Leben, das Sterben, die Vergänglichkeit, der Tod und die Hoffnung miteinander verwoben sind.

Beim anschließenden verlesen der einzelnen Namen durch Katja Stoll und Christa Greulich, wurde von Rosi Stang und Erna Müller für jeden Gast eine Kerze entzündet. So bekam jeder Gast noch einmal symbolisch einen Platz in unserer Mitte.

2Nach dem Hören einer Musik trug Astrid Dörflinger einen Meditationstext vor, ehe Conny Benig noch einmal alle Angehörigen persönlich ansprach und das hospizeigene Ritual mit der „Blume der Erinnerung erläuterte. Mit dieser, aus Ton gefertigten Blume, wird jeder Gast bei seiner Aufnahme im Hospiz begrüßt. Nach seinem Tod verbleibt sie zunächst in seinem Andenken im Hospiz. Im Rahmen der Gedenkfeier haben die Angehörigen die Möglichkeit, diese Blume mit nach Hause zu nehmen.

Marcel Ditrich schloss die Feier musikalisch. Danach waren bei Brezeln und Getränken alle herzlich eingeladen, noch ein wenig ins Gespräch zu kommen. In dieser Zeit bestand auch die Möglichkeit, einzeln „Die Blume der Erinnerung“ abzuholen und noch einmal einige Momente in Ruhe zu verweilen.