Feuerwehr spendet für Odenwald Hospiz

v. l. Helmut Greulich und Christine Lehner bei der Spendenübergabe durch Matthias Meidel, Sascha Dörr und Nico Hartmann

Anlässlich des diesjährigen Feuerwehrfestes führte die Feuerwehr Walldürn – Abteilung Walldürn eine Verlosungsaktion zu Gunsten des Odenwald Hospiz durch. Für einen Euro Einsatz gab es pro Stunde drei Drehleiterfahrten auf 30m Höhe für je zwei Personen zu gewinnen. Die Resonanz war gut, und so kam ein stattlicher Betrag zusammen. Dieser Betrag wurde durch die Kameraden der Abteilung Walldürn mehr als verdoppelt, sodass bei der Spendenübergabe eine Summe von 250,- Euro überreicht werden konnte.

Helmut Greulich vom Förderverein Odenwald Hospiz e.V.  bedankte sich für die Spende, die den Bewohnern des Odenwald Hospiz zugutekommen und mit dazu beitragen wird, dass das Odenwald Hospiz die fünf Prozent der Betriebskosten, die nicht von den Krankenkassen erstattet werden, durch Spenden selbst abdecken kann. Die Geschäftsführerin des Hospizes, Frau Lehner, berichtete von der praktischen Arbeit im Hospiz. Nicht nur die Gäste selbst müssten in ihrer letzten Lebensphase betreut werden, eine einfühlsame und kompetente Begleitung der Angehörigen sei oft genau so wichtig, um sie in einer weitgehend behüteten Atmosphäre auf den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten und Wege für das weitere Leben aufzuzeigen. Das gelte besonders, wenn zum Beispiel eine junge Mutter stirbt. Der Tod halte sich leider nicht immer an das Lebensalter. Das Odenwald Hospiz habe seit seiner Eröffnung im Oktober 2014, 370 Gäste auf ihrem letzten Weg im Leben begleitet, und darunter seien leider auch viele relativ junge Menschen gewesen.

Abteilungskommandant Matthias Meidel erklärte, dass man als Feuerwehr sehr gut nachvollziehen könne, wie wichtig das Hospiz und die Arbeit dort sei. Die Feuerwehr habe sich auch dem Dienst am nächsten verschrieben und versuche, den Menschen zu helfen und die Not zu lindern. Auch für die Feuerwehrfrauen und Männer sei es wichtig, den Rückhalt in der Familie zu haben, gerade auch wenn man morgens um 2 zu einem Einsatz gerufen werde. Es sei wichtig, dass man sich engagiere. Gerade dies sehe er bei der Freiwilligen Feuerwehr angesichts der Nachwuchsprobleme als Herausforderung für die nächsten Jahre. Viele seien nicht mehr bereit, ihre Komfortzone zu verlassen und sich ohne Wenn und Aber für den Nächsten einzusetzen.
Man freue sich die Spende überreichen, und damit die wichtige Hospizarbeit unterstützen zu können.