Förderverein Odenwald Hospiz zog Bilanz

Die Berichte und Teilneuwahlen prägten die Mitgliederversammlung des Fördervereins Odenwald Hospiz im Hotel-Landgasthof „Zum Riesen“.

Der Vorsitzende Helmut Greulich sagte, dass sich seit der letzten Mitgliederversammlung die Anzahl der Mitglieder und Paten um 15 erhöht hat und der Förderverein derzeit 177 Mitglieder hat. Von diesen Mitgliedern haben 24 eine Patenschaft mit einem Jahresbeitrag von mindestens 300 Euro pro Jahr übernommen.

Kritisch wurde von Greulich angemerkt, dass nach der Konsolidierungsphase des Odenwald Hospiz 2016 durch die Entwicklungen im vergangenen Jahr der Förderverein der Odenwald Hospiz gGmbH mehr Geld überweisen musste als je zuvor, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das komme daher, dass nach der Trennung vom damaligen Geschäftsführer viele Bedienstete krank geworden seien – mit der Folge, dass die Belegzahlen hätten heruntergefahren werden müssen. Nicht wenige Bedienstete hätten nach längerer Krankheit gekündigt, und außerdem hätten Resturlaubstage und geleistete Überstunden ausbezahlt werden müssen. Kurz, der finanzielle Personalaufwand sei sehr hoch gewesen, bei gleichzeitig niedrigeren Einnahmen von den Krankenkassen. Inzwischen dürfte diese schwierige Phase jedoch weitgehend überwunden sein, und man schaue voller Zuversicht in die Zukunft.

In den zurückliegenden zwölf Monaten seien zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt worden, um den Hospizgedanken und speziell das Odenwald Hospiz in Walldürn in der Region weiter bekannt zu machen. Erwähnt wurden unter anderem der Besuch der Sängerin Liane. Bei diesem Besuch sei auch die Idee zu einer Benefizgala-Veranstaltung am 12. August beim Golfclub Glashofen-Neusaß entstanden. Die im Jahr 2015 aus der von den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und Alois Gerig initiierten Aktion „Spenden sie ihre DM“ ins Leben gerufenen Sparschweine hätten nach dieser Sparkassenaktion noch nicht ausgedient und stünden noch in vielen Geschäften in Walldürn und außerhalb, wo sie von der Bevölkerung „gut gefüttert“ würden und im Laufe des Jahres 2017 einen Spendenerlös in Höhe von 1800 Euro erbracht hätten.

Auch der Beitrag, den die Mitglieder und Paten des Fördervereins im Geschäftsjahr 2017 zum Betrieb des Hospizes geleistet hätten, könne sich durchaus sehen lassen: Es seien 25 327 Euro an Mitgliedsbeiträgen gewesen, ohne die Spenden, die so manche Mitglieder noch zusätzlich geleistet hätten. Auch die in finanziellen Zuwendungen an das Hospiz direkt ausgedrückte Dankbarkeit der Hospizgäste und ihrer Angehörigen summiere sich auf über 28 000 Euro. Greulich dankte allen, die sich für das Odenwald Hospiz engagiert haben.

Schatzmeisterin Rosemarie Breunig erstattete den erfreulichen Kassenbericht, die beiden Kassenrevisoren Stephan Kobold und Jürgen Kugler bestätigten der Kassenwartin eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung der Schatzmeisterin sowie des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Vor den Teilneuwahlen dankte Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian, der als Wahlleiter fungierte, dem Vorsitzenden für sein vorbildliches und unermüdliches Engagement. Bei den Teilwahlen wurden Heinrich Hennig als 2. Vorsitzender und Achim Ullrich als Schriftführer für weitere zwei Jahre jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch den Vorsitzenden Helmut Greulich, Schatzmeisterin Rosemarie Breunig sowie die beiden neu gewählten Kassenrevisoren Achim Günther und Bernhard Schirmer.

Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian bezeichnete das Odenwald Hospiz als eine segensreiche Einrichtung, in der das Personal eine hervorragende Arbeit leiste, das es den Gästen ermögliche, ihren letzten Lebensabschnitt in Würde zu verbringen. Aber nicht nur den Gästen, sondern auch ihren Angehörigen biete das Hospiz die Möglichkeit, sich einmal in der Pflege zurücknehmen zu können, weil das Pflegepersonal rund um die Uhr kompetent für ihre zu pflegenden Angehörigen da sei. Was immer noch zu wenig bekannt sei, sei die Tatsache, dass der Aufenthalt für die Gäste und deren Angehörige kostenfrei sei. Die Kosten für Gäste würden zu 95 Prozent die Krankenkassen übernehmen, und die restlichen fünf Prozent würden vom Hospiz aufgebracht werden, wobei hierbei der Förderverein eine wichtige Rolle spiele.

In einem Grußwort skizzierte die Geschäftsführerin des Odenwald Hospiz, Christine Lehner, die aktuelle Lage und Situation, die Belegzahlen und den Personalstand des Hospizes.

© Fränkische Nachrichten, 26. März 2018