Förderverein zog Bilanz – Wahlen

Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Odenwald Hospiz im "Hotel-Landgasthof Zum Riesen“ standen die Berichte im Mittelpunkt.

Der Vorsitzende Helmut Greulich sagte, seit der letzten Mitgliederversammlung habe sich die Anzahl der Mitglieder und Paten um 26 erhöht, der Förderverein habe 164 Mitglieder, und von diesen Mitgliedern hätten 27 eine Patenschaft mit einem Jahresbeitrag von mindestens 300 Euro übernommen haben. Das Odenwald Hospiz habe sich im Gegensatz zu 2015 – dem ersten
vollen Betriebsjahr, das in finanzieller Hinsicht noch sehr schwierig gewesen sei –, 2016 konsolidieren können.

Zwei wichtige Faktoren
Dazu hätten vor allem zwei Faktoren beigetragen: zum einen würden die Krankenkassen seit Dezember 2015 95 Prozent der ausgehandelten Betriebskosten übernehmen und dadurch müsse das Hospiz nur noch fünf Prozent statt vorher zehn Prozent der Betriebskosten aus eigener Kraft aufbringen.
Zum anderen sei das Hospiz während des ganzen Jahres 2016 fast voll ausgelastet gewesen, was hauptsächlich das Verdienst des fest angestellten Pflegepersonals und auch der vielen ehrenamtlichen Helfer sei, die eine hervorragende Pflege gewährleisten und eine sehr gute Atmosphäre im Hospiz schaffen würden.

Die fünf Prozent würden immer noch einen hohen jährlichen Bedarf ergeben. Deswegen sei man natürlich weiterhin auf Spenden angewiesen. Einen großen Anteil davon würden die offiziellen Förderer aufbringen, hier galt der Dank dem Neckar-Odenwald-Kreis, der Stadt Wall-dürn, der Joachim und Susanne Schulz Stiftung und der Maschinenfabrik Gustav Eirich für deren Unterstützung. Ebenso aber auch allen anderen Spendern und Unterstützern sowie als neuer Spendergruppe Angehörigen von Gästen des Hospizes, die ihre Dankbarkeit für die gute Pflege ihrer Lieben durch Spenden direkt an das Hospiz oder an den Förderverein zum Ausdruck bringen würden.

In den zurückliegenden zwölf Monaten seien wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt wurden, um den Hospizgedanken und speziell das Odenwald Hospiz in Walldürn in der Region weiter bekannt zu machen. So ein Konzert mit dem Chor Maranatha in der Kirche St. Marien oder die Veranstaltung „Es ist ein Kommen und Gehen“ mit Stefan Müller-Ruppert und dessen Sohn Bastian Ruppert. Auch die Theatergruppe Walldürn engagierte sich für das Hospiz, in dem sie den Erlös aus einer Theateraufführung dem Förderverein zukommen ließ.

Sparschweine stehen noch
Ferner hätten die 2015 aus der von den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und Alois Gerig initiierten Aktion „Spenden sie ihre DM“ ins Leben gerufenen Sparschweine nach dieser Sparkassenaktion noch nicht ausgedient und stünden heute noch in vielen Geschäften, wo sie von der Bevölkerung „gut gefüttert“ würden. Eine sehr gute Resonanz fand dann der vom 2. Vorsitzenden des Fördervereins Heinrich Hennig, für alle ehrenamtlich im Hospiz tätigen Helfer initiierte Nachmittag auf dem Golfplatz in Neusaß.

Positiver Kassenbericht
Schatzmeisterin Rosemarie Breunig erstattete den sehr positiven Kassenbericht, die Kassenrevisoren Stephan Kobold und Jürgen Kugler bestätigten ihr eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung der Schatzmeisterin sowie des
Vorstands, die jeweils einstimmig erfolgte.

Bei den Teilwahlen wurden Helmut Greulich als Vorsitzender und Rosemarie Breunig als Schatzmeisterin für weitere zwei Jahre jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Komplettiert wird die Vorstand durch den 2. Vorsitzenden Heinrich Hennig, Schriftführer Achim Ullrich und die beiden Kassenrevisoren Stephan Kobold und Jürgen Kugler.

Engagement gewürdigt
Zum Abschluss dankte Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian dem Vorsitzenden Helmut Greulich, den Vorstandsmitgliedern und allen aktiv mitwirkenden Fördervereinsmitglieder für deren großes Engagement zum Wohle des Odenwald Hospizes.

© Fränkische Nachrichten, 12. April 2017