Mit einer Spende über 600 Euro unterstützt der MGV „Liederkranz“ Buchen die Arbeit des Odenwald-Hospiz’ in Walldürn. Am Donnerstagabend übergaben Vorstandsmitglieder des Vereins an Verantwortliche der Einrichtung symbolisch einen überdimensional großen Scheck.

Das Geld stammt aus dem Spendenerlös eines Konzerts, das der Konzertchor „Cantamus“ Ende Mai in der Walldürner Basilika gegeben hatte. Der Chor präsentierte an jenem Pfingstmontagabend das geistliche Programm, das er für seine Reise nach Irland erarbeitet hatte. MGV-Vorstandsmitglied Michael Farrenkopf betonte bei der Übergabe, dass man das Odenwald-Hospiz sehr gern unterstütze, weil hier eine sehr wichtige Arbeit verrichtet werde. Helmut Greulich, Vorsitzender des Fördervereins Odenwald-Hospiz, dankte dem Verein für die Spende und erinnerte an das sehr gut besuchte und äußerst gelungene Konzert.

Anschließend führte Hospiz-Geschäftsführerin Christine Lehner die MGV-Vertreter durch das Haus und erläuterte die Arbeitsweise in dem Hospiz.

(von links) Eva Herzmann, Sandra Kern, Cornelia Bernhard und Michael Farrenkopf vom MGV „Liederkranz Buchen sowie Helmut Greulich (Vorsitzender des Fördervereins), Palliativ-Fachkraft Katrin Groß, Krankenschwester Irma Arndt, Geschäftsführerin Christine Lehner, Vereinsvorsitzender Herbert Kilian und Gesellschafterin Christa Weiß.
Bild: Martin Bernhard

© Fränkische Nachrichten, 30. Juni 2018

Der Erlös des Benefizkonzertes des Heeresmusikkorps wurde an die Vertreter des Odenwaldhospizes und des Soldatenhilfswerks übergeben. (Bild: Bernd Stieglmeier)

SPENDE ÜBERREICHT: Benefizveranstaltung des Heeresmusikkorps brachte über 8000 Euro ein
Konzert für einen guten Zweck
Walldürn.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Bundeswehr-Standortes Walldürn sowie der Aufstellung des Logistikbataillons 461 vor 15 Jahren in Walldürn gastierte am 3. Mai das Heeresmusikkorps 12 zu einem Benefizkonzert in der Nibelungenhalle. Der Erlös war für das Odenwald Hospiz Walldürn und das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr bestimmt.

Die Veranstaltung verband das Angenehme mit dem Nützlichen, und sie verband musikalischen Genuss mit der Unterstützung für Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Liebe zur Musik und der Wunsch, mit Taten zu helfen, bewegte an diesem Abend die Akteure sowie die Konzertbesucher gleichermaßen.

Das Konzert wurde vom Logistikbataillons 461 mit Unterstützung der Stadt Walldürn durchgeführt und bot ein niveauvolles Programm, das von klassischer Musik über die traditionelle deutsche Militär- und Marschmusik sowie symphonische Blasmusik bis hin zur modernen Unterhaltungsmusik reichte.

Der Reinerlös betrug 8030 Euro, die am Dienstagnachmittag der Kommandeur des Logistikbataillons 461 Walldürn, Oberstleutnant Christoph Werle, in der Nibelungenkaserne zu jeweils gleichen Teilen an die Vertreter der beiden Einrichtungen überreichte. Der Dank von Oberstleutnant Werle galt allen, die zum Gelingen des Konzertes und damit zu diesem Spendenergebnis beigetragen haben.

Nach der Spendenübergabe dankten der Vorsitzende des Fördervereins Odenwald Hospiz, Helmut Greulich, sowie der Geschäftsführer des Soldatenhilfswerkes, Hans-Michael Ketterle aus Bonn, allen Beteiligten für die großzügige Spende in Höhe von jeweils 4015 Euro an die Einrichtungen.

© Fränkische Nachrichten, 21. Juni 2018

Als Prolog für eine einwöchige Irlandreise gestaltete der Buchener Konzertchor „Cantamus“ ein geistliches Programm mit klassischer Chormusik in der Basilika. ( Bild: Bernhard Böhrer)

Mit einem homogenen Chorklang aller Stimmgruppen begeisterte der Buchener Konzertchor „Cantamus“ das Publikum in der Basilika.

Als Auftakt seiner einwöchigen Chorreise nach Irland präsentierte der Buchener Konzertchor „Cantamus“ unter der Leitung von Michael Wüst ein geistliches Programm mit klassischer Chormusik in der Basilika. Konzipiert wie eine a-cappella-Andacht, begann „Cantamus“ das Programm mit einem „Introitus“ mit dem Kyrie und Sanctus der „Missa in G“ von Josef Gabriel Rheinberger. Gleich zu Beginn merkten die zahlreichen Konzertbesucher, wie homogen und geschlossen der Chorklang in allen Stimmgruppen in der Akustik der Basilika wirkt. Im folgenden Themenblock „Tod und Auferstehung Christi“ bot der gemischte Chor, bestehend aus 35 Sängern „Popule meus“ von Tomás Luis de Victoria aus dem späten 16. Jahrhundert. Die warm und sicher gestalteten Soloeinlagen von Bass-Bariton Siegfried Müller überzeugten, wie auch der chorische Dialog mit dem Schöpfer der Erde. In diesem Teil des Programms sang der Chor auch zwei Bearbeitungen von Michael Wüst.

Mit „O du stille Zeit“ schaffte „Cantamus“ einen ruhigen Pol mit schlicht vorgetragenen Klängen. Während des Zweiten Weltkriegs komponiert, kann das beliebte Chorstück auch als Flucht aus dunklen Zeiten in eine bessere „innere“ Welt gedeutet werden. In tiefer und hoher Lage, Dissonanzen auskostend, wurden die Wörter von Eichendorff stimmig bearbeitet und vom Chor obertonreich in offenen Akkorden schlüssig und fließend dargeboten.

Daraufhin erklang, wieder zum Thema Glaube und Hoffnung, Mendelssohns dreistimmiger Frauenchorsatz „Hebe deine Augen auf“ aus dessen Oratorium „Elias“. Darauf folgte der älteste liturgische Gesang in deutscher Sprache: „Christ ist erstanden“ aus dem 12. Jahrhundert wurde von Michael Wüst bearbeitet, ohne den gregorianischen Charakter zu schmälern, einmal als Bicinium zwischen Alt und Sopran, und dann teils in Kanonfuge mit dem ganzen Chor.

Der größte Zeitsprung des Programmes folgte mit „Herr, bleib bei uns“ von Rheinberger, das wohl bekannteste Werk auf der Irlandreise. Die Chorsänger interpretierten die Motette aus 1855 des nur 15-jährigen Komponisten mit klarer Diktion, schöner Phrasierung und klangstarken Höhepunkten. Obwohl fast inhaltsgleich, spricht das Kirchenlied „Abide with me“ vom englischen Organisten William Henry Monk mehr als die Erscheinung Jesu bei Emmaus an: Gottes Beistand wird erhofft und herbeigesehnt, wie sich dies in den Worten „Immer größer wird die Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!“ ausdrückt, die in der dritten Strophe von Anna Wiener auf englisch solistisch klangschön vorgetragen wurden.

Im Themenblock der „Dreifaltigkeit“ ließ „Cantamus“ sein weitläufiges internationales Repertoire erahnen, denn – wieder in der Bearbeitung von Michael Wüst – erklang die italienische „Alta Trinità beata“ aus dem 14. Jahrhundert. Dieser alte lateinische Hymnus wurde variantenreich wie stilvoll mit tiefem Bordun, kantablen Diskantlinien und energischem Rhythmus bearbeitet, wobei der Chor zum ersten Mal im Konzert im vollen forte aussang.

„Cantate Domino“ des ungarischen Komponisten László Halmos folgte darauf und ließ durch belebte Figuren, schlichte homophone Akkorde und versetzte Einsätze der Stimmgruppen Echoeffekte und die Freude des Dankliedes erstrahlen. Nach diesem Ausbruch der Freude kehrte im Themenblock „Geheimnis des Glaubens“ durch das „O sacrum convivium“ des italienischen Komponisten Giovanni Croce wieder innere Einkehr zurück. Als Vorgänger von Monteverdi am Markusdom in Venedig, hat Croce im fließend-kontrapunktischen Palestrina-Stil ein Werk wie für eine Kathedrale gemacht. Das romantische und auch hoch chromatische „Ave Verum Corpus“ von Saint-Saëns schloss in einem langen Amen im legato den Themenblock ab.

Die Huldigung an die Jungfrau Maria, „Bogoroditse Djevo“, von dem bedeutendsten lebenden Komponisten für Chor und Neue Musik, dem Esten Arvo Pärt, wurde hoch expressiv und deklamatorisch lebendig zum Besten gegeben.

Im letzten Teil des Konzerts stand das Thema „Ehre sei Gott“. Das hochromantische, englische „As torrents in summer“ von Edward Elgar betonte die innere Stärke des Glaubens trotz aller Widrigkeiten und wie Menschen „mit verzagtem Herzen plötzlich aufblühen, verwundert, und ohne zu wissen, dass Gott irgendwo tief in ihnen gewirkt hat“.

Mit Karl Jenkins’ „God shall wipe away all tears“ sang der Chor sinngemäß „Gott wird abwischen alle Tränen und es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, kein Wehklagen und keinen Schmerz. Preist den Herrn“. In dieser Stimmung schloss „Cantamus“ die musikalische Andacht mit „Du bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret“ im klassischen Stil ab. Die dankbaren Konzertbesucher spendeten langanhaltenden Applaus, woraufhin „Notre Pére“ von Duruflé als abschließendes Vaterunser das gelungene Programm abrundete.

Teile der Spenden am Ausgang wurden dem Odenwald-Hospiz zugedacht, das in den vergangenen Jahren 340 Menschen ein friedvolles Sterben in Würde ermöglicht hat.

© Fränkische Nachrichten, 26. Mai 2018

Marie-Madeleine Kehl, Schülerin der Zentralgewerbeschule Buchen, 
verbrachte einen ganzen Tag zusammen mit der ehrenamtlichen 
Hospizhelferin Christa Greulich im Odenwald Hospiz. Ihr Bericht darüber 
erschien am 30. April 2018 auf der Seite "Jugend schreibt" in der 
Frankfurter Allgemeinen Zeitung. (Klick auf Bild um Bericht zu lesen)

Bei Wohnfitz wurde ein Scheck über 3000 Euro von Wolfram Fitz und Thomas Nitschmann an Vertreter des Hospizes übergeben. ( Bild: Ralf Marker)

Eine großzügige Spende von 3000 Euro gab es am Freitag für das Odenwald Hospiz. Es handelt sich um den Erlös aus einer Aktion beim verkaufsoffenen Sonntag von Wohnfitz. An diesem Tag hatte auch das Walldürner Möbelhaus seine Pforten geöffnet. Anlässlich des verkaufsoffenen Sonntages hatte der Förderverein des Odenwald Hospizes das Möbelhaus tatkräftig bei der Kaffee-und Kuchenausgabe unterstützt. Kaffee und Kuchen hatte Wohnfitz gespendet.

Den kompletten Erlös aus dieser Verkaufsveranstaltung hat Wohnfitz auf 3000 Euro aufgestockt – und am Freitag wurde dieser Betrag offiziell übergeben. Zu der Spendenübergabe hatten sich Wolfram Fitz und Thomas Nitschmann, Geschäftsführer des Möbelhauses, Herbert Kilian, Vorsitzender des Hospizvereins, Gesellschafterin Christa Weiß, die Pflegedienstleiterin Magdalena Baier und die Hospiz-Geschäftsführerin Christine Lehner im Möbelhaus versammelt.

Nitschmann und Fitz stellten Wohnfitz, das Angebot und die Philosophie des Unternehmens vor. „Wir freuen uns, wenn wir helfen können“, sagte Wolfram Fitz. Es ist nicht die erste Spende der Firma an das Hospiz. „Und wir wollen das Hospiz auch weiterhin unterstützen und die gute Zusammenarbeit weiterführen“, sagten die beiden Geschäftsführer. Sie lobten die Arbeit der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Odenwald-Hospizes, in dem den Gästen der letzte Abschnitt ihres Lebens so angenehm wie möglich gestaltet werden soll.

Die Vertreter des Hospizes gingen auf das Haus und die Finanzierung ein. Der Aufenthalt in einem stationären Hospiz ist für den Gast kostenlos, ebenso für die Angehörigen. Gemäß dem Hospiz – und Palliativgesetz tragen die Krankenkassen maximal 95 Prozent der Kosten des ausgehandelten Bedarfssatzes, für die restlichen fünf Prozent muss das Hospiz selbst aufkommen. Daher sei man auf Unterstützung angewiesen – wie etwa in diesem Fall durch eine großzügige Spende des Möbelhauses Wohnfitz.

Am Ende waren sich alle Tisch einig: Diese Spende ist eine wertvolle Hilfe für die Arbeit der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Hospizes.

© Fränkische Nachrichten, 16. April 2018

Unserer Einladung gefolgt waren am Samstag, 24. März 2018 die engsten Familienangehörige und Freunde unserer Gäste, welche von Oktober bis Januar in unserem Haus gepflegt und  betreut wurden. Noch einmal wollten wir Ihrer in Würde gedenken.

Die ehemalige Kapelle Maria Rast, direkt neben dem Hospizgebäude bot hierfür einen feierlichen Rahmen.

Musikalisch wurde die Feier diesmal von Herrn Jochen Gümbel begleitet, der den weiten Weg aus der Pfalz nicht scheute, um für unsere Gäste zu spielen. Herr Gümbel hat seinen Vater 2016 hier begleitet. Es macht uns alle sehr stolz und dankbar, mit wieviel Menschen wir auch nach langer Zeit noch in Freundschaft verbunden sind. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön.

Nach der Begrüßung durch Christine Lehner erläuterte Magdalena Baier den Ablauf der Gedenkfeier, welche nicht nur für die Angehörigen wichtig und wertvoll ist, sondern auch für unser ganzes Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Nach einem Musikstück trug Tanja Insel den Text von Mensch zu Mensch vor, bei dem es vor allem darum geht, was wir bei unseren Mitmenschen durch kleine Gesten bewirken können.

Beim anschließenden verlesen der Namen durch Uta Lang und Tanja Insel, bekam jeder Gast noch einmal symbolisch durch eine Kerze einen Platz in unserer Mitte. 24 Kerzen waren es am Ende , angezündet durch Erna Neckermann und Birgit Lang. Unterbrochen wurde das Verlesen der Namen durch drei kurze Meditationstexte vorgetragen von Maria Heck, Rosi Stang und Marianne Westrich.

Nach einem Lied trug Uta Lang einen Meditationstext vor, ehe Conny Benig ebenfalls noch einmal alle Angehörige persönlich ansprach, um unser hospizeigenes Ritual „ die Blume der Erinnerung“ vorzustellen. Mit dieser, aus Ton gefertigten Blume, wird jeder Gast bei seiner Aufnahme im Hospiz begrüßt. Nach seinem Tod verbleibt sie zunächst in seinem Andenken im Hospiz. Im Rahmen der Gedenkfeier haben die Angehörigen die Möglichkeit, diese Blume mit nach Hause zu nehmen.

Nach dem sehr emotionalen Lied „ Weit, weit weg von Dir“ durch Jochen Gümbel, waren alle herzlich eingeladen bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen und noch ein bisschen zu verweilen. In dieser Zeit bestand die Möglichkeit, einzeln „Die Blume der Erinnerung“ abzuholen.

Die Berichte und Teilneuwahlen prägten die Mitgliederversammlung des Fördervereins Odenwald Hospiz im Hotel-Landgasthof „Zum Riesen“.

Der Vorsitzende Helmut Greulich sagte, dass sich seit der letzten Mitgliederversammlung die Anzahl der Mitglieder und Paten um 15 erhöht hat und der Förderverein derzeit 177 Mitglieder hat. Von diesen Mitgliedern haben 24 eine Patenschaft mit einem Jahresbeitrag von mindestens 300 Euro pro Jahr übernommen.

Kritisch wurde von Greulich angemerkt, dass nach der Konsolidierungsphase des Odenwald Hospiz 2016 durch die Entwicklungen im vergangenen Jahr der Förderverein der Odenwald Hospiz gGmbH mehr Geld überweisen musste als je zuvor, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das komme daher, dass nach der Trennung vom damaligen Geschäftsführer viele Bedienstete krank geworden seien – mit der Folge, dass die Belegzahlen hätten heruntergefahren werden müssen. Nicht wenige Bedienstete hätten nach längerer Krankheit gekündigt, und außerdem hätten Resturlaubstage und geleistete Überstunden ausbezahlt werden müssen. Kurz, der finanzielle Personalaufwand sei sehr hoch gewesen, bei gleichzeitig niedrigeren Einnahmen von den Krankenkassen. Inzwischen dürfte diese schwierige Phase jedoch weitgehend überwunden sein, und man schaue voller Zuversicht in die Zukunft.

In den zurückliegenden zwölf Monaten seien zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt worden, um den Hospizgedanken und speziell das Odenwald Hospiz in Walldürn in der Region weiter bekannt zu machen. Erwähnt wurden unter anderem der Besuch der Sängerin Liane. Bei diesem Besuch sei auch die Idee zu einer Benefizgala-Veranstaltung am 12. August beim Golfclub Glashofen-Neusaß entstanden. Die im Jahr 2015 aus der von den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und Alois Gerig initiierten Aktion „Spenden sie ihre DM“ ins Leben gerufenen Sparschweine hätten nach dieser Sparkassenaktion noch nicht ausgedient und stünden noch in vielen Geschäften in Walldürn und außerhalb, wo sie von der Bevölkerung „gut gefüttert“ würden und im Laufe des Jahres 2017 einen Spendenerlös in Höhe von 1800 Euro erbracht hätten.

Auch der Beitrag, den die Mitglieder und Paten des Fördervereins im Geschäftsjahr 2017 zum Betrieb des Hospizes geleistet hätten, könne sich durchaus sehen lassen: Es seien 25 327 Euro an Mitgliedsbeiträgen gewesen, ohne die Spenden, die so manche Mitglieder noch zusätzlich geleistet hätten. Auch die in finanziellen Zuwendungen an das Hospiz direkt ausgedrückte Dankbarkeit der Hospizgäste und ihrer Angehörigen summiere sich auf über 28 000 Euro. Greulich dankte allen, die sich für das Odenwald Hospiz engagiert haben.

Schatzmeisterin Rosemarie Breunig erstattete den erfreulichen Kassenbericht, die beiden Kassenrevisoren Stephan Kobold und Jürgen Kugler bestätigten der Kassenwartin eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung der Schatzmeisterin sowie des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Vor den Teilneuwahlen dankte Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian, der als Wahlleiter fungierte, dem Vorsitzenden für sein vorbildliches und unermüdliches Engagement. Bei den Teilwahlen wurden Heinrich Hennig als 2. Vorsitzender und Achim Ullrich als Schriftführer für weitere zwei Jahre jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch den Vorsitzenden Helmut Greulich, Schatzmeisterin Rosemarie Breunig sowie die beiden neu gewählten Kassenrevisoren Achim Günther und Bernhard Schirmer.

Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Kilian bezeichnete das Odenwald Hospiz als eine segensreiche Einrichtung, in der das Personal eine hervorragende Arbeit leiste, das es den Gästen ermögliche, ihren letzten Lebensabschnitt in Würde zu verbringen. Aber nicht nur den Gästen, sondern auch ihren Angehörigen biete das Hospiz die Möglichkeit, sich einmal in der Pflege zurücknehmen zu können, weil das Pflegepersonal rund um die Uhr kompetent für ihre zu pflegenden Angehörigen da sei. Was immer noch zu wenig bekannt sei, sei die Tatsache, dass der Aufenthalt für die Gäste und deren Angehörige kostenfrei sei. Die Kosten für Gäste würden zu 95 Prozent die Krankenkassen übernehmen, und die restlichen fünf Prozent würden vom Hospiz aufgebracht werden, wobei hierbei der Förderverein eine wichtige Rolle spiele.

In einem Grußwort skizzierte die Geschäftsführerin des Odenwald Hospiz, Christine Lehner, die aktuelle Lage und Situation, die Belegzahlen und den Personalstand des Hospizes.

© Fränkische Nachrichten, 26. März 2018

Bei der Mitgliederversammlung des MSC Walldürn wurde eine Spende über 1000 Euro an den Förderverein des Odenwald Hospizes überreicht. (Bild: Bernd Stieglmeier)

Die Mitgliederversammlung 2018 sei ein willkommener Anlass, einmal etwas Gutes zu tun und Dank zu sagen an all diejenigen, die den MSC 2017 beim 2. Oldtimertreffen des Vereins tatkräftig unterstützt hätten.

Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung habe man so viel positive Resonanz erhalten, dass man sich nun entschlossen habe, diese sehr positive Erfahrung und dieses gute Gefühl nun weiter zu geben und weiter zu schenken. Schenken an Menschen, die ihre noch sehr begrenzte Zeit auf dieser Erde im Odenwald Hospiz in Walldürn verbringen dürften. Fürsorge und Hilfe wunderbarer Menschen würden die Bewohner des Odenwald Hospiz auf ihrem Weg begleiten. Dem MSC Walldürn sei es ein Bedürfnis, diesen Menschen zu helfen. Aus diesem Grunde überreiche sie zusammen mit Rudolf Brandl den Vertretern des Fördervereins den Erlös aus dem 2. Oldtimertreffen des MSC sowie wie aus einer privaten Aktion während dieses Treffens in der Person von Klaus Schnepf und aufgerundet durch eine weitere Spende aus der Vereinskasse des MSC Walldürn, alles in allem eine Summe von 1000 Euro.

 „Sterben, Tod und Abschied gehören genauso zum Leben wie die Geburt eines Menschen. Daher sind Einrichtungen wie das Odenwald-Hospiz wahre Leuchttürme unserer Region“, so der Wahlkreisabgeordnete Alois Gerig anlässlich seines Besuchs im Walldürner Odenwald-Hospiz.

Bei einem Rundgang mit der Hausleitung erfuhr der Abgeordnete wie menschliche Zuwendung und pflegerische Professionalität in einer hervorragenden Weise ineinander greifen. Durch ein Team aus qualifizierten Pflege- und Hauswirtschaftskräften, Seelsorgern, Hausärzten, ausgebildeten Palliativmedizinern und unzähligen ehrenamtlichen Hospizbegleitern könne den Gästen ein würdevolles Dasein in ihrem letzten Lebensabschnitt ermöglicht werden.

An einem Ort wie dem Odenwald-Hospiz, betonte Geschäftsführerin Christine Lehner, sei man Tag für Tag mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Umso wichtiger sei es daher, Angebote für die Betroffenen und ihre Angehörigen in dieser schweren Lebensphase zu schaffen.
Dass dies im Walldürner Hospiz gelinge, war sich Alois Gerig im anschließenden Gespräch mit den Mitarbeitern des Hauses und den Ver-antwortlichen des Fördervereins überzeugt.

„Ich bin beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement und dankbar für die segensreiche Arbeit, die Sie hier Tag für Tag an Ihren Nächsten tun“, so Alois Gerig resümierend.

© Fränkische Nachrichten, 14 Februar 2018