Solarstrom entlastet Etat nachhaltig

Odenwald-Hospiz Walldürn: Stadtwerke Buchen und Energiepark Neusaß spenden Photovoltaikanlage

Walldürn/Buchen. "Wir wollen das Odenwald-Hospiz und seine wertvolle Arbeit für die gesamte Region nachhaltig unterstützen", betonten Bürgermeister Roland Burger und Geschäftsführer der Stadtwerke Buchen, Kurt Hemberger, bei der Übergabe der Photovoltaikanlage im Odenwald Hospiz in Walldürn.

 Mit der neuen Photovoltaikanlage kann das Odenwald-Hospiz monatlich rund 250 Euro seiner bisherigen Betriebskosten für das Gebäude einsparen. © Schwab-Dörzenbach

Mit der neuen Photovoltaikanlage kann das Odenwald-Hospiz monatlich rund 250 Euro seiner bisherigen Betriebskosten für das Gebäude einsparen. © Schwab-Dörzenbach

Der Bürgermeister ging auf die technischen Daten der Anlage ein und stellte die finanzielle Wirkung der Sachspende heraus, die die laufenden Betriebskosten des Gebäudes nachhaltig um rund 250 Euro im Monat senken werde. Über die Laufzeit von 20 Jahren des garantierten Einspeisetarifs beträgt der finanzielle Vorteil rund 58 000 Euro. Jährlich entlastet die 11,76 kWp-Anlage den Etat des Hospizes um rund 3000 Euro und leistet einen Betrag zur umweltschonenden Energieerzeugung.

Zusätzlich erhielt das Hospiz im Rahmen der Inbetriebnahme auch ein Display im Eingangsbereich. Dort kann die Leistung der Solaranlage eingesehen werden. Darüber hinaus kann der Bildschirm für individuelle Besucher- und Bewohnerinformationen genutzt werden. Glashofens Ortsvorsteher Heinrich Hennig als Vertreter des Energieparks Neusaß zeigte sich ebenfalls erfreut, dieses wichtige Projekt unterstützen zu können und lobte die gute Zusammenarbeit bei der Projektvorbereitung mit den Stadtwerken Buchen.

"Ein Hospiz muss zehn Prozent der Betriebskosten, das sind jährlich 100 000 Euro, durch Spenden selbst decken", informierte Hospiz-Geschäftsführer Thomas Oberst und beleuchtete die derzeitige Situation und die Arbeit im Haus.

Anspruchsvolle Aufgabe

Bürgermeister Burger zeigte sich beeindruckt vom Engagement der haupt- und ehrenamtlich tätigen Kräfte und der vielen Unterstützer um die Initiatorenfamilie Weiß, aber auch von der besonderen und freundlichen Atmosphäre im Haus. Er informierte über den aktuellen Stand des derzeit im Deutschen Bundestag beratenen Palliativgesetzes. Danach sollen die Betreiber der Einrichtungen ab dem nächsten Jahr nur noch fünf Prozent der Betriebskosten selbst erwirtschaften müssen.

Gleichwohl, so die Einschätzung aller Gesprächsteilnehmer, bleibe es für einen Träger im ländlichen Raum auch wegen der ungleichmäßigen Belegung, eine anspruchsvolle Aufgabe, diese Deckungslücke dauerhaft aus Spenden zu schließen. Dazu werde die Sachspende der Buchener Unternehmen Stadtwerke Buchen und Energiepark Neusaß künftig nachhaltig beitragen.

Herbert Kilian vom Hospizverein und Helmut Greulich vom Förderverein des Hospizes fassten in ihren Dankesworten zusammen: "Wir freuen uns über diese Anlage und über den Beitrag aus der Nachbarschaft". hes

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 29.06.2015
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