Unterstützung der palliativen Betreuung

ODENWALD HOSPIZ: Das Möbelhaus „wohnfitz“ spendete erneut 3000 Euro für die bedeutsame Einrichtung in Walldürn.

Von unserem Redaktionsmitglied Ingrid Eirich-Schaab

2015-04-02-Wohnfitz

Den Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen am verkaufsoffenen Sonntag des Möbelhauses "wohnfitz", aufgerundet durch das Unternehmen, ließ Geschäftsführer Wolfram Fitz dem Odenwald Hospiz zukommen. Das Bild zeigt ihn (Zweiter von links) mit Thomas Oberst (links) und Michaela Kobold vom Hospiz sowie Herbert Kilian (rechts) vom Hospiz-Verein. © Eirich-Schaab

WALLDÜRN. Das Odenwald Hospiz in Walldürn ist eine wichtige und wertvolle Einrichtung für Sterbenskranke und deren Angehörige - das am nördlichsten gelegene Hospiz in Baden-Württemberg. 60 Kilometer entfernt vom nächsten Standort. Die Betreuung der Gäste und deren Angehörigen erfolgt kostenlos. Sie wird nach gesetzlicher Vorgabe zu 90 Prozent mit den Krankenkassen abgerechnet. Die restlichen zehn Prozent müssen die Einrichtung und deren Fördervereine selbst aufbringen: durch Spenden, Veranstaltungserlöse und Ähnliches. Rund 100 000 Euro im Jahr, schätzt der Vorsitzende des Odenwald-Hospiz-Vereins, Herbert Kilian.

Und so ist man nicht nur auf das ehrenamtliche Engagement von freiwilligen Helfern bei der Betreuung der Gäste im Hospiz angewiesen, sondern ebenso auf finanzielle Unterstützung.

Finanzielle Hilfe erforderlich

Beeindruckt von den Leistungen der palliativen Versorgung und dem ehrenamtlichen Engagement in diesem Bereich, erklärte sich Wolfram Fitz, Geschäftsführer der Firma "wohnfitz GmbH", nach diversen Sachspenden, der Unterstützung in der Bauphase und finanziellen Zuwendungen erneut zu einer großzügigen Spende bereit: Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags des Walldürner Möbelhauses am 22. März boten Mitarbeitern des Odenwald Hospizes Kaffee und Kuchen an. Der Erlös kam dieser Einrichtung zugute.

Platz für zehn Gäste

Darüber hinaus wurde die Summe für jeden an diesem Tag abgeschlossenen Auftrag um 20 Euro aufgestockt und schließlich von Wolfram Fitz auf 3000 Euro aufgerundet. "Für uns und das Odenwald-Hospiz war es eine sehr gute und gelungene Aktion, die im Spätjahr wiederholt werden soll", so Wolfram Fitz gestern Vormittag bei einem Pressetermin. Immerhin sei es der erste verkaufsoffene Sonntag des Unternehmens im neuen Möbelhaus gewesen. Und die zweite Neuerung: Nicht mehr nur Stammkunden waren eingeladen.

An dem Pressetermin nahmen neben Wolfram Fitz und Herbert Kilian auch Thomas Oberst, Geschäftsführer des Odenwald Hospiz, und seine Stellvertreterin Michaela Kobold teil.

Das Odenwald-Hospiz arbeitet gemeinnützig und bietet Platz für zehn Gäste. Zulassungsbeschränkungen gebe es keine, erklärte Herbert Kilian. "Nur Kinder werden nicht angenommen".

Das relativ kleine Haus hat laut Thomas Oberst ein "riesen Einzugsgebiet und einen stetig steigenden Zulauf". Für den Förderverein sei es allerdings eine sehr schwere Aufgabe, im Jahr rund 100 000 Euro aufzubringen, so dessen Vorsitzender Herbert Kilian. "Und wir wissen noch nicht, ob das reicht."

Betreut werden die Gäste im Wesentlichen von ausgebildeten Krankenschwestern. Insgesamt sind dort 18 Mitarbeiter beschäftigt. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer bringen sich bei der Betreuung mit ein. "Aber es sind noch nicht genug", warb Michaela Kobold um weitere Unterstützung.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 02.04.2015
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