Wagenschwend – Weihnachtsklänge für den guten Zweck

Dem Dorf Wagenschwend im hohen Odenwald eilt der Ruf voraus, in Sachen Musik Spitzenleistungen hervorzubringen.
Ein Bild davon machten sich auch die zahlreichen Besucher des Benefizkonzerts in der Kirche. 
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Zu Beginn gab es das Stück „Introduktion“ zu hören, dass Gerhard Schäfer eigens für dieses Konzert komponiert hatte. „Es bedeutet so viel wie Charakter des Eintritts in die Musik“, erklärte Schäfer sein Werk, dass er gemeinsam mit dem Blasorchester vortrug. Das folgende „Ave Maria“, von Johann Sebastian Bach und Charles Gounod komponiert, wurde vom heimischen Orchester ausdrucksstark vorgetragen.

Stühle rücken angesagt

Das Konzert wurde mit der bekannten Kirchenmelodie „Jubilate“, ein feierliches Vesperlied von Alfred Bösendorfer, fortgesetzt. Der Projektchor des heimischen Kirchenchores „Frohsinn“ schloss sich mit „Ein Licht ist dir geboren“ (Gregor Linßen) und „Ubi Caritas“ von Audrey Snyder an. Stühle rücken hieß es danach für das Odenwälder Parforcehorn- und Waldhorn-Ensemble unter der Leitung von Dirigent Edmund Link. „La Grande Messe de Saint Hubert“ von Jules Cantin begleitete Sebastian Scheuermann an der Orgel. Das Lied hatte den Charakter französischer Jagdmusik, das von den Bläsern in einem beschwingten und heiterem Rhythmus zu hören war. Im zweiten Stück „Andacht im Walde und Waldesgruß“ (Karl Stiegler) waren die Waldhörner die Melodienführer. Danach folgten der „Waldesgruß“, ebenfalls vom Komponist Stiegler, und anschließend „Sortie“ (Jules Cantin).

Der Projektchor folgte mit „Wir freuen uns, es ist Advent“ (Klaus Heinzmann). „Freue dich, Welt“ von Georg Friedrich Händel und „Feliz Navidad“ (José Feliciano) verkündeten von der Freude auf Weihnachten. Der Musikverein Eintracht ließ danach „Die Nacht der Glocken“ von Michel Carros ertönen. Mit „Stairway to Heaven“ (Jimmy Page) und der „Petersburger Schlittenfahrt“ (Richard Eilenberg) fand das Konzert seine Fortsetzung. Nach dem Stück „Süßer die Glocken nie klingen“, dass der Theologe und Pädagoge Friedrich Wilhelm Kritzinger geschrieben hat, folgten die Schlussworte des Diakons Frederik Reith. Mit seiner klangvollen Stimme sprach er seine Anerkennung für den musikalischen Auftritt aus und bedankte sich bei allen Spendern.

Mit „Leise rieselt der Schnee“ setzten das begeisterte Publikum, unter ihnen eingeladene Flüchtlinge aus dem nahen Robern, und das Orchester den gemeinsamen Schlusspunkt.

1350 Euro gehen an das Odenwald Hospiz

Den Erlös des Benefizkonzerts in der Kirche in Wagenschwend in Höhe von 1350 Euro kommt uebergabeder Arbeit des Odenwald Hospizes in Walldürn zugute. Bei der Übergabe der Spende durch den Dirigenten des Musikvereins Wagenschwend, Gerhard Schäfer, und Werner Scheuermann, Dirigent des Kirchenchors „Frohsinn“ Wagenschwend freute sich Beate Albert, stellvertretende Pflegedienstleiterin des Odewald Hospizes, über die großzügige Unterstützung. Auch Diakon Frederik Reith würdigte die Spendenaktion zugunsten der für die Sterbebegleitung so wichtigen Einrichtung.

© Fränkische Nachrichten, 15.12.2016 und 16.12.2016