Pressespiegel

„Es ist ein besonderer Sonntag, Sonnentag, Muttertag“ eröffnetet Evangelist Gunther Hirsch, Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Buchen den Predigtteil des Gottesdienstes am Sonntag, 8. Mai 2022. Zu den Gottesdienstbesuchern zählten auch Christa und Helmut Greulich vom Odenwald Hospiz Walldürn. Nach dem Gottesdienst berichteten beide aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und freuten sich über einen Spendenscheck von human aktiv, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.

Förderverein Odenwald Hospiz e. V.

Den Segen, den das Odenwald Hospiz Walldürn für die Region darstelle, würdigte Evangelist Hirsch nach dem Gottesdienst. Helmut Greulich, 1. Vorsitzender des Fördervereins Odenwald Hospiz e. V. skizzierte die Entstehung des Hospizes. Aus einer Idee vor gut zehn Jahren realisierte ein Unternehmerehepaar den Neubau in ruhiger Waldrandlage in Walldürn. Seit 2014 können Gäste ihre letzte Lebensphase schmerzfrei mit umfassender Pflege und liebevoller Zuwendung verbringen. Speziell geschultes Pflegepersonal – oft mit Zusatzqualifikationen – und ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter verleihen dem Leben nicht mehr Quantität, sondern mehr Qualität. Während Krankenkassen nur rund 90 – 95% der Pflegekosten übernehmen, muss der Fehlbetrag durch Spenden und Sponsoren gedeckt werden. Mit einem großen Wohnzimmer und einem Raum der Stille seien neben den komfortablen Einzelzimmern alle Möglichkeiten vorhanden, um zusammenzukommen, zu reden, zu trösten, zu stärken, aber auch zu meditieren oder zu beten.

Hospizbegleitung

Wie sehr sie ihre Arbeit als ehrenamtliche Hospizbegleiterin bereichere, schilderte Christa Greulich. Die Gäste des Hospizes (lat. Herberge) ließen ihr Leben revuepassieren oder nutzten die Zeit, etwas zu klären oder neu zu ordnen. Dabei begleite sie die Gäste liebevoll und mitfühlend, in dem sie rede, zuhöre oder einfach auch nur schweige. Viel Freude erlebe sie, wenn Gäste Feste feiern mit allem Drumherum. So habe kürzlich eine Mutter den siebten Geburtstag ihres Kindes oder ein Paar seine diamantene Hochzeit gefeiert. Eine Dame, die in ihrem Leben nicht gerne reiste, fühlte sich im Urlaub im „Sterbehotel“ sehr wohl und kündigte an, nächste Woche heimzugehen – in die Ewigkeit. Mit einem Applaus bedankte sich die Gemeinde für den lebendigen Einblick in die Hospizarbeit und Evangelist Gunther Hirsch überreichte den Spendenscheck von human aktiv, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland über 2.000 Euro. Rosen als Dankeschön zum Muttertag sowie Getränke und Fingerfood standen im Foyer bereit und schufen den Rahmen für viele schöne Gespräche im Kirchenvorgarten

v. l. n. r.: Helmut Greulich, 1. Vorsitzender Förderverein Odenwald Hospiz e. V. und Dr. Gunther Hirsch, Vorsteher der neuapostolischen Kirche Buchen

Pressebericht neuapostolischen Kirche, Mai 2022

Das Odenwald Hospiz Walldürn leistet eine großartige und wertvolle Arbeit für unsere Mitmenschen!
Das stationäre Hospiz ist ein Ort der Geborgenheit und für Menschen in ihrer letzten Lebenszeit ein Zuhause. Die Mitarbeitenden möchten Menschen, die an einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, die unmittelbar innerhalb weniger Monate, Wochen oder Tage zum Tode führen wird, in ihren letzten Lebenstagen eine häusliche Atmosphäre mit dem Gefühl von Geborgenheit und Schutz vermitteln. Ziel ist es den Gästen ein Leben und letztendlich ein Sterben in Würde und mit größtmöglicher Selbstbestimmung und Selbständigkeit ermöglichen .... bis zum letzten Tag.

Die Kolpingsfamilie Walldürn möchte sie dabei unterstützen und spendete einen Geldbetrag. Bei der Übergabe durfte Vorstandssprecher Bernhard Kehl auch eine Kolping Jubiläumskerze als Symbol der Unterstützung und Verbundenheit überreichen.

Ein Blickfang war auch im vergangenen Dezember das „American House“ von Ariane und Jürgen Weckbach: Zahlreiche Besucher aus Nah und Fern fuhren in die Pater-Josef-Eckstein-Straße, um das nach original nordamerikanischem Vorbild weihnachtlich dekorierte und beleuchtete Haus zu sehen. Verbunden wurde das Projekt zum dritten Mal mit einer Spendenaktion zugunsten des benachbarten Odenwald-Hospizes: Am Freitag wurden 2750 Euro überreicht.

Die Freude war entsprechend groß: Geschäftsführerin Christine Lehner und Stellvertreterin Cindy Hüsken zeigten sich begeistert über die wiederholte Unterstützung. Wie Lehner anmerkte, zähle das Sterben in Deutschland nach wie vor in die Riege der oft verdrängten Tabuthemen: „Viele Walldürner wissen gar nicht, dass das Hospiz besteht und was es leistet“, sagte sie. Umso mehr trage Weihnachten zur „Resozialisierung“ des Anliegens bei und sensibilisiere für den Hospizgedanken.

Das war auch mit ein Anlass für Ariane und Jürgen Weckbach, eine Spendenbox an ihrem „American House“ aufzustellen. „Die unmittelbare Nähe zu dieser, wie wir finden, sehr wichtigen Einrichtung und bewegende Gespräche mit Angehörigen gerade zur Weihnachtszeit ließen uns immer nachdenklich werden. Was wäre, würden wir oder jemand aus unserer Familie diesen letzten Dienst benötigen?“, fragte Jürgen Weckbach. So war es keine Frage, auch heuer tätig zu werden:

„Das zweite Weihnachtsfest in der Pandemie war wieder von Entbehrungen, aber auch wunderschönen Momenten geprägt. Wir haben auch diesmal wieder unserem amerikanischen Haus eine typische Weihnachtsbeleuchtung und Dekoration gegönnt und wurden durch viele glückliche und spendenfreudige Besucher belohnt“, betonte Ariane Weckbach. Wie ihr Mann hatte sie beobachtet, dass vielerorts entfallenen Weihnachtsmärkten eine höhere Besucherfrequenz ergeben hatten: „Ganze Familien und weiter entfernte Autokennzeichen waren zu sehen – und manche haben unserem winkenden Weihnachtsmann lachend zurückgewunken“, blickte sie so glücklich wie dankbar zurück. Gerade diese Gesten menschlicher Freude und Herzenswärme liefern einen Ansporn, das seit 2002 jährlich erleuchtete „American House“ auch künftig zu präsentieren.

Ein weiterer „Lichtblick“ ergab sich beim ersten Leeren und Zählen der Spendenbox: „Nach dem Dreikönigsfest waren wir einfach nur überwältigt“, merkte Jürgen Weckbach an. So konnte der schon bemerkenswerte Wert von 1425 Euro im vergangenen Jahr nicht nur erreicht, sondern fast verdoppelt werden: „Wir haben unglaubliche 2750 Euro für das Odenwald-Hospiz gesammelt“, freute er sich. Der Großteil resultiere aus den Barspenden in der Spendenbox vor dem Haus. Aber es ging weiter: „Ein Spender rief uns an und kam bei uns vorbei, um uns sagenhafte 300 Euro für das Hospiz zu überlassen“, erinnerte sich Ariane Weckbach. Aber auch Online-Spenden bei Jürgen Weckbachs Livestream-Konzerten auf der Facebook-Gruppe „Elvis and friends across the world“ trafen wieder ein. Gerade die Nordamerikaner seien äußerst spendenfreudig, doch habe man gleichsam Zuwendungen aus Großbritannien und sogar Australien erhalten. „Wir sind einfach super dankbar, für die großartige Unterstützung von so vielen Menschen, die uns dieses tolle Ergebnis wieder ermöglicht haben. Heute freuen wir uns riesig, dem Odenwald-Hospiz diesen Betrag überreichen zu dürfen, denn hier wird das Geld gebraucht und hilft da, wo es wirklich Sinn macht!“, betonten die Weckbachs. Dankbar waren auch Christine Lehner und Cindy Hüsken: Die Spende sei ein besonderes Geschenk, über das man sich zum dritten Mal freue.

Ariane und Jürgen Weckbach übergaben eine Spende an Christine Lehner und Cindy Hüsken vom Odenwald-Hospiz. (Bild: Adrian Brosch)

© Fränkische Nachrichten, Januar 2022

Ein richtiger Hingucker ist auch in diesem Jahr wieder das amerikanische Haus in Walldürn. ( Bild: Adrian Brosch)

Das „American House“ in der Pater-Josef-Eckstein-Straße strahlt seine Besucher förmlich an und genießt nicht nur deswegen einen gewissen Kultstatus. Seit 2002 dekorieren sie ihr im US-amerikanischen Stil errichtetes Haus auf landestypische Art – fast wie im Weihnachtsfilm „Schöne Bescherung“.

„Da wir durch viele Besuche bei unserer amerikanischen Verwandtschaft, meine Frau ist Halb-Amerikanerin, die typischen Dekorationsmöglichkeiten bestaunen konnten, hat uns das nach Kauf unseres importierten original amerikanischen Hauses inspiriert“, erklärt Jürgen Weckbach. Ein Großteil der Beleuchtung sowie der niedlich-sympathischen Accessoires stammt tatsächlich aus den USA: „Wir haben Einiges von unseren Reisen mit nach Hause gebracht, es kommen aber auch immer wieder mal deutsche Teile dazu“, schildert der 52-jährige Walldürner.

Dass die nordamerikanische Weihnachtskultur sich deutlich von deutschen und europäischen Bräuchen unterscheidet, zeigt allein schon der direkte Vergleich mit umliegenden Anwesen. Da ist aber noch mehr: „Die Amerikaner feiern immer gerne mit vielen Familienmitgliedern und Freunden, deren eigene Familie zu weit weg wohnt. Selbst wir als deutsche Besucher wurden regelmäßig zu Freunden unserer Verwandtschaft wie selbstverständlich und sehr herzlich eingeladen“, betont er und spricht von einer „lockeren, offenen und herzenswarmen Art, die man immer wieder erleben darf“ – diese ist es auch, die ihn am vielzitierten „american way of life“ besonders fasziniert.

Damit die Walldürner an diesem teilhaben dürfen, nehmen Ariane und Jürgen Weckbach jedes Jahr eine Woche Urlaub in Anspruch: „Diese Zeit ist sehr wichtig, um den Aufbau in aller Ruhe bewältigen zu können“, räumt er ein. Auch technisch müssen gewisse Vorkehrungen getroffen werden: Partiell wird die Stromversorgung auf 110 Volt heruntertransformiert, um original amerikanische Lichterketten betreiben zu können. Das setzt sich – wenngleich von außen nicht zu sehen – bis in den Innenbereich fort: „Auch im Haus wird stilvoll mit amerikanischen Elementen dekoriert“, erklärt er. Kaum steht alles an seinem Platz und kaum glühen die Lampen, ist stets ein gewisser „Besucherverkehr“ auszumachen: „Je näher wir uns der Weihnachtswoche begegnen, umso größer wird die Anzahl derer, die sich daran erfreuen“, verdeutlicht Jürgen Weckbach im FN-Gespräch.

Regelmäßig beobachte er nicht nur betont langsam vorbeifahrende Fahrzeuge, sondern auch Besucher aus weiter entfernten Landkreisen: „Das finden wir nicht nur über die Autokennzeichen, sondern oft auch über nette Gespräche heraus“, schildert er. Die Rückmeldungen auf das „American House“ seien nämlich überwiegend sehr positiv, wie er einräumt: „Schon im Oktober fragen uns oft schon Leute, die unser Haus kennen, ob und wann wir wieder weihnachtlich beleuchten“, lässt er wissen und verweist erfreut auf eine weitere so kurios wie niedlich anmutende Begebenheit: „Es gab auch schon Wunschzettel kleiner Kinder, die bei uns den Weihnachtsmann vermuteten“, bemerkt der Walldürner. Zwar habe es auch schon Sachbeschädigungen oder Diebstähle gegeben, doch lasse der Zuspruch so vieler glücklicher Gesichter „den Ärger darüber vergessen“.

Ideale der Weihnachtszeit

Verbunden wird das in seiner Machart nahezu einzigartige Projekt mit einer Aktion, die perfekt mit den Idealen der Weihnachtszeit harmoniert: Zum dritten Mal nämlich sammeln Ariane und Jürgen Weckbach Geld für das nahe Odenwald-Hospiz. „Die unmittelbare Nähe zu dieser, wie wir finden, sehr wichtigen Einrichtung und bewegende Gespräche mit Angehörigen gerade zur Weihnachtszeit ließen uns immer nachdenklich werden. Was wäre, wenn auch wir oder jemand aus unserer Familie diesen letzten Dienst an einer kranken Seele benötigt?“, bemerkt Jürgen Weckbach. Jede Spende – egal in welcher Höhe – sei wichtig und diene einem wichtigen, nicht selbstverständlichen Zweck. „Aktuell hoffen wir, unser Ergebnis vom letzten Jahr mit circa 1400 Euro noch übertreffen zu können“, erklärt der auch für seine musikalische Ader weit über „Dürn“ hinaus bekannte USA-Fan.

Apropos Musik: Auch hier ergab sich eine Änderung. „Pandemiebedingt konnte ich meine musikalischen Tätigkeiten in einer Band nicht mehr fortsetzen und trete seit August 2020 als Solokünstler auf“, erläutert er. Dieser erste Auftritt wurde von seiner Frau live in Facebook gestreamt, mit Erfolg: Die amerikanische Konzertagentin Carmen Gantt wurde auf Jürgen Weckbach aufmerksam und lud ihn auf ihre Facebook-Gruppe „Elvis and friends across the world“ ein. „Dort darf ich seitdem einmal pro Woche, derzeit immer sonntags ab 19 Uhr, für 90 Minuten mit Countrysongs und Balladen kostenfrei ein weltweites Publikum unterhalten“, betont er.

Auch dabei konnte er Spenden sammeln: „Im Sommer 2021 kamen 1500 Euro für die Flutopfer in Deutschland zusammen. Aber auch jetzt zur Weihnachtszeit ist die Spendenbereitschaft für unsere Aktion zu Gunsten des Odenwald Hospiz auf dieser sozialen Plattform sehr hoch. Jeder online gespendete Euro kommt wieder bar in die Spendenbox“, erklärt er. So können zum „Fest der Liebe“ auch Augen zum Leuchten gebracht werden, in die nicht immer die Sonne scheint.

Bleibt freilich noch die Frage nach der genauen Anzahl der Lichter: Wie viele sind es denn nun eigentlich? „Ehrlich gesagt haben wir zu zählen aufgehört, es werden aber sicher mehrere tausend sein!“, merkt Jürgen Weckbach lachend an.

© Fränkische Nachrichten, Dezember 2021

Eine Spende von 660 Euro erhielt am Mittwoch das Odenwald-Hospiz. Der Betrag resultiert aus dem von Simone und Uwe Liesberg durchgeführten Wettbewerb „Darts für ’ne gute Tat“, bei dem 18 Spieler Anfang November zugunsten des Hospizes Darts gespielt hatten.

Gutes zurückgegeben

Wie sie betonten, ergab sich der Gedanke zu jener Aktion vor allem aufgrund einer tiefen persönlichen Verbindung zu der Einrichtung: „Es war uns eine große Herzensangelegenheit, da wir aus eigener Erfahrung erleben durften, wie liebevoll man im Hospiz mit den Gästen umgeht und dass man sich noch zusätzlich Zeit dafür nimmt, auch die Angehörigen aufzufangen und zu unterstützen. So wuchsen der Wunsch, etwas Gutes zurückzugeben und die Idee mit dem Darts-Turnier“.

Geschäftsführerin Christine Lehner dankte bei der symbolischen Scheckübergabe für die Zuwendung und ließ wissen, dass das Geld in die vom Hospiz selbst zu zahlenden Eigenanteile für den Betrieb fließen wird.

Erfreut zeigte sich auch Helmut Greulich als Vorsitzender des Fördervereins: „Es ist schön, wenn man Gutes erlebt und Gutes zurückgibt“, lobte er und sprach von einer „Handlung mit Vorbildcharakter“.

Der gespendete Betrag wurde von den 18 Darts-Spielern und einigen weiteren Spendern aus dem persönlichen Umfeld der Familie Liesberg erwirtschaftet.

Gespielt wurde in „Raldy’s Wirtshaus“ in Pülfringen, dessen Wirt Raldy Daumberger seine elektronischen Dartsautomaten für den guten Zweck zur Verfügung gestellt hatte. „Wir möchten mit dieser Aktion andere Menschen animieren, auch etwas Gutes zu tun“, hob Uwe Liesberg hervor und dankte allen Mitwirkenden.

Für „ne gute Tat“ Darts gespielt haben gleich mehrere Spieler um Simone und Uwe Liesberg. Dieser Tage fand nun die Übergabe des symbolischen Spendenschecks an das Odenwald-Hospiz statt. (Bild: Adrian Brosch)

© Fränkische Nachrichten, November 2021

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Odenwald Hospiz fand am Donnerstagabend unter Corona-Bedingungen in der Kapelle Maria Rast statt.

Der Vorsitzenden Helmut Greulich sagte, dass sich seit der letzten Mitgliederversammlung am 12. März 2020 die Anzahl der Mitglieder und Paten um sechs erhöht hat und der Förderverein derzeit 208 Mitglieder hat. Das Odenwald Hospiz habe sich weiter konsolidiert. Die momentane finanzielle Situation des Fördervereins stelle sich sehr gut dar. Laut Gesetz werden 95 Prozent der Betriebskosten eines Hospizes von den Krankenkassen gedeckt. Die restlichen 5 Prozent muss das Hospiz aus eigener Kraft finanzieren. Diese Aufgabe habe der Förderverein bisher in beeindruckender Weise erfüllen können und werde dies sicher auch Zukunft können. Seit Inbetriebnahme des Hospizes vor fast 7 Jahren habe der Förderverein mit über einer halben Million Euro zur Einrichtung und zur Deckung mit Betriebskosten beigetragen. Er dankte allen, die das Hospiz unterstützt haben.

In den zurückliegenden 18 Monaten sei bedingt durch die Corona-Pandemie die Durchführung von Veranstaltungen nicht möglich gewesen und auch für die unmittelbare Zukunft sei noch nichts Konkretes geplant.

Schatzmeisterin Rosemarie Breunig erstattete den Kassenbericht, Kassenrevisor Bernhard Schirmer, der die Kasse zusammen mit Achim Günther geprüft hatte, bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung der Schatzmeisterin sowie des Vorstands, die auf Antrag von Herbert Kilian jeweils einstimmig erfolgte.

Wahlen zum Vorstand

Bei den Teilwahlen wurden Helmut Greulich als Vorsitzender und Rosemarie Breunig als Schatzmeisterin für weitere zwei Jahre einstimmig in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch den 2. Vorsitzenden Heinrich Hennig, Schriftführer Achim Ulrich, und die beiden Kassenrevisoren Achim Günther und Bernhard Schirmer.

Bürgermeister-Stellvertreter Fabian Berger bezeichnete das Odenwald Hospiz eine segensreiche Einrichtung, in der das Personal eine hervorragende Arbeit leiste, und in der es den Gästen ermöglicht werde, ihren letzten Lebensabschnitt in Würde zu verbringen. Aber nicht nur den Gästen, sondern auch ihren Angehörigen biete das Hospiz die Möglichkeit, sich einmal in der Pflege zurücknehmen zu können, weil das Pflegepersonal rund um die Uhr kompetent für ihre zu pflegenden Angehörigen da sei. Was hier sowohl von Hauptamtlichen als auch von vielen Ehrenamtlichen mit großem persönlichem Engagement geleistet werde, das sei nicht mit Geld aufzuwiegen.

Der Förderverein würde hierbei stets eine wichtige Rolle spielen, denn er unterstütze das Hospiz in wesentlichem Maße, und die Mitglieder des Fördervereins würden durch ihre Beiträge zur Finanzierung der Einrichtung beitragen.

© Fränkische Nachrichten Oktober 2021

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum 30-Jahr-Jubiläum von „Wohnfitz“ begrüßte Wolfram Fitz stellvertretend einige Sponsoring- und Charitypartner. (Bild: Adrian Brosch)

30 Jahre „Wohnfitz“ – ein Jubiläum, das Wolfram Fitz und seine Belegschaft nur zu gern ähnlich rauschend gefeiert hätten wie das 25-jährige Bestehen des Einrichtungshauses. Damals kam zur „Wohnfitz-Party“ kein Geringerer als Schlagersänger DJ Ötzi nach Walldürn. Coronabedingt ist ein solches Event nicht möglich, deshalb wird das Jubeljahr auf andere Weise zelebriert. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde begrüßte Wolfram Fitz stellvertretend einige Sponsoring- und Charitypartner. Er versäumte es nicht, sich auch bei allen treuen Wohnfitzkunden zu bedanken. Fitz, der gemeinsam mit dem später ausgeschiedenen Karl-Josef Schäfer 1991 den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und ein Möbelhaus im ehemaligen Waldstettener Raiffeisen-Gebäude eröffnet hatte, betonte den Wert des sozialen Engagements. Es passe „hundertprozentig zum Markenkern und zum Anspruch des Hauses“, soziale Projekte und Vereine zu unterstützen. Das sei in gewisser Weise mit dem Werdegang des peu à peu gewachsenen Unternehmens zu vergleichen: „Um aus Kleinem etwas Großes entwickeln zu können, ist man immer auf Hilfe angewiesen“, stellte Wolfram Fitz klar. Er blickte zurück in die Firmengeschichte: Nachdem die mehrfach vergrößerte Betriebsfläche ausgereizt war, eröffnete die damals noch als „Schäfer & Fitz“ bekannte Firma 1997 den Standort in der Waldstettener Landstraße und erhöhte auch die dortige Fläche auf 2500 Quadratmeter.

Mit stetig gewachsener Mitarbeiterzahl und inzwischen auch als Mitglied im Entscheidungsgremium beim Garantmöbel Einkaufsausschuss und Händlerbeirat, trug man sich 2004 erstmalig mit weiteren Expansionsgedanken und erwarb ab 2006 erste Grundstücke in Walldürn. Auch in Waldstetten stand die Zeit nicht still: Bereits im Jahr 2000 wurde der hauseigene Elektrokundendienst ins Leben gerufen. 2008 etablierte Wolfram Fitz das richtungsweisende Konzept „Alles aus einer Hand“. Seit dieser Zeit bietet „Wohnfitz“ neben Möbel und Küchen auch Sonderanfertigungen aus der Hausschreinerei, Bodenbeläge, Innentüren und Trockenbauarbeiten an. Somit hat der Kunde den Vorteil eines einzigen Ansprechpartners, der ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern den Vollservice koordiniert und durchführt.

Neubau begann 2013

Nur wenig später konkretisierten sich die Neubauplanungen. Im August 2013 erfolgte der Baubeginn am heutigen Standort in Walldürn mit über 13 000 Quadratmeter Geschäftsfläche, der im Juni 2014 bezogen werden konnte – mit zu diesem Zeitpunkt 86 Mitarbeitern, aus denen inzwischen 135 geworden sind.

Fast 29 000 Stammkunden aus dem Großraum Odenwald-Tauber-Churfranken, das 2017 eingeführte „Wohnfit“-Gesundheitsprogramm und eine Weiterempfehlungsquote von 98,5 Prozent sowie der Slogan „wir sind zuhause“ sprechen heute eine deutliche Sprache: Nicht zuletzt dank der gewissen „Extraportion Service“ konnte sich die Firma „Wohnfitz“ bestens etablieren und entwickelte sich zugleich zu einem attraktiven Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb – seit wenigen Monaten auch für Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an den Standorten Mosbach und Heilbronn. „Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg – deren Gewinnung und Weiterbildung ist und bleibt eines unserer Kernthemen“, konstatierte Wolfram Fitz, der wesentliche Zukunftsaspekte im Bereich der Digitalisierung verortet. Dabei dürfe man weder Belastungs- noch Kapazitätsgrenzen überschreiten, müsse sich aber weiter klar positionieren und als Einzelhändler ausschließlich qualitätsvolle Lösungen offerieren: „Wo ’Wohnfitz’ draufsteht, muss ohne Wenn und Aber ’Wohnfitz’ drin sein“, bemerkte er. Der Bundes- und Landespolitik müsse bewusster werden, den regionalen Einzelhandel zu stärken und vor Ort zu erhalten: Nur so könne man die gegenwärtig recht solide Versorgung im ländlichen Raum erhalten und zur Infrastruktur des „flachen Landes“ beitragen. 30 Jahre nach Firmengründung sei es einmal mehr an der Zeit, etwas zurückzugeben – und zwar an diejenigen, die „in der Region und für die Region“ Gutes tun und Menschen helfen. Insgesamt stellt „Wohnfitz“ im Jahr 2021 dafür 50 000 Euro zur Verfügung. Unter anderem gingen jeweils 3000 Euro an die Lebenshilfe Buchen (Vorsitzender Bernd Rathmann), das Odenwald-Hospiz in Walldürn (Geschäftsführerin Christine Lehner) sowie das Kinderheim St. Kilian in Walldürn (Leiterin Iris Hellmuth-Gurka). Alle werden seit mehreren Jahren durch „Wohnfitz“ unterstützt und stellten ihre Einrichtungen mit Angeboten kurz vor. Darüber hinaus sponsert Wolfram Fitz seit vielen Jahren Partner, welche die Marke „Wohnfitz“ vertreten.

Gewinnspiel im „Fitzjournal“

An der kurzweiligen Veranstaltung nahmen Sponsoringpartner teil: Backweltmeister Siegfried Brenneis (Schloßau), Profitriathlet Christian Trunk (Schloßau), die Bundesligagewichtheber aus Obrigheim (vertreten durch Kevin Ockert) sowie die Badenliga Handballer des TV Hardheim (vertreten durch Abteilungsleiter Manfred Dörr). Alle stellten ihr Engagement vor und bedankten sich bei Fitz für die langjährige Unterstützung, um vor allem die Jugendarbeit aufrecht zu erhalten. Für 30 Jahre „Wohnfitz“ bedankte sich Wolfram Fitz auch bei den vielen langjährigen Stammkunden. Extra dafür wurde das „Fitzjournal“ aufgelegt, in dem unter anderem auch ein großes Gewinnspiel integriert ist (Mehr unter www.wohnfitz.de). Von Januar bis November werden monatlich 3000 Euro sowie im Dezember nochmals 17 000 Euro verlost. So kommt auch dort die stolze Summe von 50 000 Euro zusammen.

© Fränkische Nachrichten, Juli 2021

Besondere Freude: Frau vermacht Odenwald Hospiz Walldürn und Förder- und Freundeskreis Krankenhaus Hardheim große Summe
Geld für zwei Einrichtungen

Seit dem 1. Oktober 2014 gibt es in Walldürn ein stationäres Hospiz mit dem offiziellen Namen „OH Odenwald Hospiz gGmbH“. Wie schon der Name besagt, ist das Hospiz als gemeinnützige GmbH organisiert, das heißt, es arbeitet nicht gewinnorientiert.

Der Name Hospiz geht auf das lateinische Wort hospitium = Herberge zurück. Ein Hospitium oder Hospital, später auch abgekürzt zu Spital, war im Mittelalter eine von der Kirche oder den Klöstern betriebene Herberge. Die Aufgaben der Spitäler waren mannigfaltig und basierten auf den sieben Werken der Barmherzigkeit. Aus der Aufgabe der Pflege der Kranken entwickelte sich später das heutige Krankenhaus, das auch noch heute im Volksmund als „Spital“ bezeichnet wird.

Umfassende Leistungen
Die umfassenden Leistungen eines Hospizes müssen natürlich auch finanziert werden. Der Staat hat per Gesetz festgelegt: Der Aufenthalt in einem Hospiz ist für seine Gäste kostenlos. Die Krankenkassen erstatten 95 Prozent der nachgewiesenen Kosten (bis 2017 waren es nur 90 Prozent) für die fehlenden fünf, früher zehn Prozent muss das Hospiz selbst aufkommen. So soll gewährleistet sein, dass ein Hospiz nicht gewinnorientiert arbeitet, wie es im geriatrischen Bereich häufig der Fall ist. Diese erforderliche Eigenleistung ergibt im Fall des Odenwald Hospizes einen jährlichen Bedarf im mittleren bis hohen fünfstelligen Bereich.

Um diese Finanzierungslücke zu schließen, wurde schon 2014 der Förderverein Odenwald Hospiz gegründet. Seine inzwischen über 200 Mitglieder und Paten tragen durch ihre Beiträge in erheblichem Maß zur Deckung der Kosten bei. Neben zahlreichen privaten Spendern hat der Verein öffentliche Förderer, etwa den Neckar-Odenwald-Kreis und die Stadt Walldürn, regionale Banken und privatwirtschaftliche Unternehmen und Stiftungen, die zum Teil regelmäßig spenden.

Auch die Angehörigen und Freunde von Gästen unseres Hospizes drücken ihren Dank für die hervorragende Betreuung ihrer Lieben durch zum Teil regelmäßige Zuwendungen aus.

Besondere Freude
Eine ganz besondere Freude für den Förderverein ist es natürlich, wenn jemand, ohne persönlich vom Odenwald Hospiz Leistungen bezogen zu haben, den Verein und damit das Odenwald Hospiz mit einer größeren Summe bedenkt. So ist es jetzt wieder einmal geschehen: Eine Frau aus Hardheim hat in einem Vermächtnis den Freundes- und Förderkreis Krankenhaus Hardheim und den Förderverein Odenwald Hospiz zu gleichen Teilen mit jeweils über 30 000 Euro bedacht. Dieses Geld kommt zwei gemeinnützigen Einrichtungen zugute und damit den Menschen vor Ort. Ein solches bürgerschaftliches Engagement ist äußerst lobenswert.

1967 Start der Bewegung
Die moderne Hospizbewegung und die Palliativmedizin entstanden in den 1960er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in England. 1967 wurde das St. Christopher’s Hospice in Sydenham bei London gegründet, und von dort nahm die heutige Hospizbewegung ihren Anfang. Das erste stationäre Hospiz in Deutschland wurde 1986 in Aachen gegründet.

Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke mit einer begrenzten Lebenserwartung in ihrer letzten Lebensphase zu betreuen.

Dem Entschluss, Aufnahme in einem Hospiz zu suchen, geht oft ein jahrelanger Kampf gegen eine unheilbare Krankheit, in den meisten Fällen wohl Krebs, voraus.

Wenn es keine Hoffnung mehr gibt, wenn man des Kampfes müde ist, wenn man keinen Widerstand mehr leisten will und kann, dann wendet sich mancher wieder dem Leben zu, weil er vielleicht plötzlich erkannt hat, dass das Sterben zum Leben dazu gehört und dass es wichtig ist, vom Leben bewusst und in Würde und möglichst ohne Schmerzen Abschied zu nehmen.

Einen solchen menschenwürdigen Abschied hat das Odenwald Hospiz in den knapp sieben Jahren seines Bestehens schon rund 600 Gästen ermöglicht. Die Bewohner unseres Hospizes werden nämlich nicht als Patienten, sondern als Gäste bezeichnet und auch so behandelt. Sie wohnen in einem gemütlich eingerichteten Einzelzimmer mit eigener Terrasse, in dem auch ein Angehöriger übernachten kann. Für solche Fälle ist auch ein separates Zimmer vorhanden. Solange die Gäste noch mobil sind, werden die im Haus frisch zubereiteten Mahlzeiten in einem großen gemeinsamen Wohnzimmer mit Kamin eingenommen. Dadurch ergeben sich Gespräche mit Mitbewohnern, deren Gästen und dem Personal sowie ehrenamtlichen Helfern. Es gibt keinen engen Zeitplan wie im Krankenhaus oder in geriatrischen Einrichtungen. Man nimmt sich Zeit, getreu dem Motto auf den Flyern des Odenwald Hospizes: „Das wertvollste Geschenk ist Zeit“. Liebevolle Pflege und menschliche Wärme haben im Odenwald Hospiz den gleichen Stellenwert wie eine kompetente, ärztlich überwachte palliative Versorgung. Und wenn sich einmal jemand ganz zurückziehen möchte, gibt es einen sehr stilvoll eingerichteten „Raum der Stille“.

© Fränkische Nachrichten, Juni 2021

Inzwischen bereits weit "übers Jahr" beeinträchtigt die Corona-Pandemie nachhaltig unseren Alltag und damit auch insbesondre das gesellschaftliche Leben. Aus dieser bitteren Erkenntnis heraus und aufgrund des Ausfalls praktisch aller sonst üblichen Events keimte beim Verein "HELP! Sommermärchen-Team" und den mit ihm kooperierenden Bands die Vision dann eben einfach "auf Reisen" zu gehen.

Da die Mitbürger in Alters- und Pflegeheimen extrem durch die Einschränkungen betroffen wurden, kam man auf die Idee eines Besuches beim Odenwald-Hospiz in Walldürn.
Diese Idee, den Menschen in dieser Einrichtung eine Freude zu bereiten, wurde von der Hospizleitung spontan begrüßt, und so kam es zu ganz besonderen Besuchen im "Odenwald-Hospiz". Sehr angetan vom positiven Verlauf dieser Premiere unter Corona-Bedingungen zeigt sich Frau Lehner, die Hospiz-Leiterin, die erfreut das Echo auf die musikalische Umrahmung von Mutter- und Vatertag registrierte.

Mit dem Dank an alle an den beiden Auftritten beteiligten Musikanten für ihr Mitwirken und das Odenwald-Hospiz für die Gastfreundschaft beschloss Thilo Jaufmann, Vorsitzender des Vereins "HELP Sommermärchen-Team" und Organisator, diese ganz spezielle Aktion. Man habe damit Neuland betreten und die Erkenntnis gewonnen, dass mit dem Einsatz viel Freude bereiten konnte. Er wünschte den Heimbewohnern und allen Gästen und Betreuern eine gute Zeit und unterstrich, dass man den Kontakt zum Odenwald-Hospiz gerne weiterpflegen werde.