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4.045 Euro für das Odenwald-Hospiz

27. Februar 2026

Es ist eine Tradition, die aus der Walldürner Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist: Wenn die Pater-Josef-Eckstein-Straße im Glanz tausender Lichter erstrahlt, wissen die Bürger, dass das Ehepaar Ariane und Jürgen Weckbach wieder ihr „Dürmer Amerika-Haus“ zum Leben erweckt hat.

Doch hinter der prächtigen Fassade steckt weit mehr als nur Dekoration – es ist ein tiefes Engagement für den guten Zweck. Im vergangenen Jahr erfuhr die Aktion eine besondere Dynamik. Nachdem bereits im Vorjahr im SWR-Radio berichtet wurde, setzte der Sender 2025 noch eins drauf: Thomas Miltner und Kameramann Marius Hanslian begleiteten das Projekt an neun Drehtagen, die zu einer fünfteiligen Wochenserie in der SWR-Abendschau führten. Der Blick hinter die Kulissen blieb nicht ohne Wirkung. „Bereits am Tag nach der ersten Ausstrahlung besuchten noch mehr Menschen als sonst unsere Attraktion“, berichtete Jürgen Weckbach bei der offiziellen Spendenübergabe an das Odenwald Hospiz am vergangenen Mittwoch. Die Spendenbox vor dem Haus füllte sich zusehends.

Eine globale Gemeinschaft hilft mit
Die Unterstützung kam jedoch nicht nur aus der Region. Durch Jürgen Weckbachs breitgefächerte Vernetzung und seine Livestream-Auftritte auf der Facebook-Seite „Elvis and friends across the world“ flossen Spenden aus der ganzen Welt nach Walldürn – unter anderem aus den USA und Kanada, aus Australien und Neuseeland.

Auch lokal blieb kein Stein auf dem anderen: Die Gage von Jürgen Weckbachs Auftritt bei der Dürmer Schlossweihnacht wanderte, ebenso wie der von Ehefrau Ariane betont, ohne Abzüge direkt in den Spendentopf. Besonders bemerkenswert: Die enormen Stromkosten für die Beleuchtung tragen die Weckbachs komplett privat, damit jeder gespendete Cent dem Hospiz zugutekommt.

Das Ergebnis der diesjährigen Aktion kann sich sehen lassen: Stolze 4.045 Euro konnten an die Hospizleitung, vertreten durch Cindy Hüsken und Dieter Breunig, überreicht werden. Ein besonderer Moment war die Übergabe selbst, da erstmals die gesamte Belegschaft des Hospizes anwesend war und das Engagement des Ehepaars mit herzlichem Applaus würdigte.

„Vielen Dank, dass ihr mit euren Aktionen und dem Weihnachtshaus auf das Hospiz aufmerksam macht und uns seit vielen Jahren unterstützt. Ihr beide seid wirklich die besten Botschafter für unsere Einrichtung“, so Cindy Hüsken.

Lob von Seiten des Stadtoberhaupts
Bürgermeister Meikel Dörr sah bei seinen Besuchen am Weihnachtshaus Kinderaugen leuchten. Viele Menschen blieben stehen, staunten, kamen ins Gespräch. Er betonte die Strahlkraft des Hauses, das weit über die Stadtgrenzen hinaus als Anziehungspunkt wirke: „Und dass aus dieser festlichen Stimmung nun über 4.000 Euro für das Odenwald Hospiz werden, macht die Sache noch wertvoller. Hier verbindet sich Begeisterung mit Verantwortung, Lichterglanz mit Nächstenliebe“.

Meikel Dörr dankte nicht nur der Familie Weckbach für ihr gelebtes bürgerschaftliches Engagement, für ihre Kreativität, ihr Herzblut und den großen Einsatz, sondern nutzte die Gelegenheit, auch der Belegschaft des Odenwald Hospizes für ihre unschätzbare Arbeit bei der Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensweg Respekt zu zollen.

© Fränkische Nachrichten, Februar 2026 – Bild: Joachim Dörr

Das Ehepaar Ariane und Jürgen Weckbach überreichte 4.045 Euro an die Hospizleitung Dieter Breunig (links) und Cindy Hüsken (Dritte von links) im Beisein Hospiz-Teams. .Bild: Joachim Dörr Spendenübergabe: 4.045 Euro für das Odenwald-Hospiz. Weltweite Spendenwelle erreicht das „Dürmer Amerika-Haus“.