Spende an das Odenwald Hospiz

Ein Blickfang war auch im vergangenen Dezember das „American House“ von Ariane und Jürgen Weckbach: Zahlreiche Besucher aus Nah und Fern fuhren in die Pater-Josef-Eckstein-Straße, um das nach original nordamerikanischem Vorbild weihnachtlich dekorierte und beleuchtete Haus zu sehen. Verbunden wurde das Projekt zum dritten Mal mit einer Spendenaktion zugunsten des benachbarten Odenwald-Hospizes: Am Freitag wurden 2750 Euro überreicht.

Die Freude war entsprechend groß: Geschäftsführerin Christine Lehner und Stellvertreterin Cindy Hüsken zeigten sich begeistert über die wiederholte Unterstützung. Wie Lehner anmerkte, zähle das Sterben in Deutschland nach wie vor in die Riege der oft verdrängten Tabuthemen: „Viele Walldürner wissen gar nicht, dass das Hospiz besteht und was es leistet“, sagte sie. Umso mehr trage Weihnachten zur „Resozialisierung“ des Anliegens bei und sensibilisiere für den Hospizgedanken.

Das war auch mit ein Anlass für Ariane und Jürgen Weckbach, eine Spendenbox an ihrem „American House“ aufzustellen. „Die unmittelbare Nähe zu dieser, wie wir finden, sehr wichtigen Einrichtung und bewegende Gespräche mit Angehörigen gerade zur Weihnachtszeit ließen uns immer nachdenklich werden. Was wäre, würden wir oder jemand aus unserer Familie diesen letzten Dienst benötigen?“, fragte Jürgen Weckbach. So war es keine Frage, auch heuer tätig zu werden:

„Das zweite Weihnachtsfest in der Pandemie war wieder von Entbehrungen, aber auch wunderschönen Momenten geprägt. Wir haben auch diesmal wieder unserem amerikanischen Haus eine typische Weihnachtsbeleuchtung und Dekoration gegönnt und wurden durch viele glückliche und spendenfreudige Besucher belohnt“, betonte Ariane Weckbach. Wie ihr Mann hatte sie beobachtet, dass vielerorts entfallenen Weihnachtsmärkten eine höhere Besucherfrequenz ergeben hatten: „Ganze Familien und weiter entfernte Autokennzeichen waren zu sehen – und manche haben unserem winkenden Weihnachtsmann lachend zurückgewunken“, blickte sie so glücklich wie dankbar zurück. Gerade diese Gesten menschlicher Freude und Herzenswärme liefern einen Ansporn, das seit 2002 jährlich erleuchtete „American House“ auch künftig zu präsentieren.

Ein weiterer „Lichtblick“ ergab sich beim ersten Leeren und Zählen der Spendenbox: „Nach dem Dreikönigsfest waren wir einfach nur überwältigt“, merkte Jürgen Weckbach an. So konnte der schon bemerkenswerte Wert von 1425 Euro im vergangenen Jahr nicht nur erreicht, sondern fast verdoppelt werden: „Wir haben unglaubliche 2750 Euro für das Odenwald-Hospiz gesammelt“, freute er sich. Der Großteil resultiere aus den Barspenden in der Spendenbox vor dem Haus. Aber es ging weiter: „Ein Spender rief uns an und kam bei uns vorbei, um uns sagenhafte 300 Euro für das Hospiz zu überlassen“, erinnerte sich Ariane Weckbach. Aber auch Online-Spenden bei Jürgen Weckbachs Livestream-Konzerten auf der Facebook-Gruppe „Elvis and friends across the world“ trafen wieder ein. Gerade die Nordamerikaner seien äußerst spendenfreudig, doch habe man gleichsam Zuwendungen aus Großbritannien und sogar Australien erhalten. „Wir sind einfach super dankbar, für die großartige Unterstützung von so vielen Menschen, die uns dieses tolle Ergebnis wieder ermöglicht haben. Heute freuen wir uns riesig, dem Odenwald-Hospiz diesen Betrag überreichen zu dürfen, denn hier wird das Geld gebraucht und hilft da, wo es wirklich Sinn macht!“, betonten die Weckbachs. Dankbar waren auch Christine Lehner und Cindy Hüsken: Die Spende sei ein besonderes Geschenk, über das man sich zum dritten Mal freue.

Ariane und Jürgen Weckbach übergaben eine Spende an Christine Lehner und Cindy Hüsken vom Odenwald-Hospiz. (Bild: Adrian Brosch)

© Fränkische Nachrichten, Januar 2022